10 Jahre ASENBLUT – zum 3. Mal in ihrer Heimatstadt

20171103_asenblut_EXILDieses Wochenende stehen zwei Konzerte im EXIL Göttingen auf dem Programm, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: am Freitag (03.11.) werden ASENBLUT und FJOERGYN den Laden metal-musikalisch so richtig auseinandernehmen und JULIUS LAHAI wird ihn am Samstag (04.11.) dann funkig und groovig wieder schön zusammenpuzzeln!

Ein Sturm zieht auf. Ein Sturm, der lange gärte und nach Jahren des Atemholens auf Orkanstärke angeschwollen ist. Zehn Jahre liegt sie zurück, die Gründung, ASENBLUT nutzen die letzten Jahre, um sich zu stählen, um langsam zu reifen, um Stück für Stück zu jener donnernden Metal-Armada zu werden. Es sind dunkle Zeiten. Der Fenriswolf heult, die Asen rufen zur letzten Schlacht, Ragnarök naht. Es ist Zeit, den BERSERKER in uns zu entfesseln – und ASENBLUT wissen ganz genau, was damit gemeint ist.
Schon in den frühen Tagen weit mehr als nur eine weitere Met saufende, mit Runen um sich werfende Pathos-Narretei, hießen ASENBLUT von Anfang an Black Metal, Thrash, melodischen Death Metal und traditionelles Heavy-Metal-Säbelrasseln in ihrem melodisch-klirrenden Klangbild Willkommen. Diese Einflüsse erreichen auf dem dritten Album ein gänzlich neues Niveau. Kraft und Raserei, besser könnte man den entfesselten Sturm auf BERSERKER nicht in Worte fassen, der Albumtitel ist schlichtweg ideale Metapher dieses heidnischen Donnerhalls. Durchaus hört man Tetzel (Gesang), Claus Cleinkrieg (Gitarre), Yuri (Gitarre), Deimos (Bass) und Balrogh (Schlagzeug) ihre Verehrung von Bands wie Iron Maiden, Amon Amarth oder auch mal Immortal an; was am Ende dabei herauskommt, ist nach zehn Jahren Banderfahrung aber längst etwas Ureigenes, Urwüchsiges. In der Tat klingt BERSERKER auf wohltuende Weise wie ein Viking-Metal-Album durch die klassische Metal-Brille der Achtziger. Ein Balanceakt, der nicht weniger als ein genialer Kunstgriff ist und Anhänger von Blind Guardian über Amon Amarth bis hin zu Equilibrium begeistern wird – ohne viel Schnick-Schnack und gegossen in ein massives Soundgewand.
So ernst ASENBLUT die Auseinandersetzung mit der nordischen Mythologie auch nehmen: Längst ist sie nur ein Baustein im konzeptionellen Kosmos der aufstrebenden Bande. ’Insbesondere in den frühen Jahren habe ich mich eingehend mit Mythologie beschäftigt und das Quellenmaterial aufmerksam studiert’, lässt Sänger Tetzel wissen und stellt klar: ’Wir machen Musik, die unterhalten soll. Auch uns selbst.’ Anstatt die odintreuen Berufswikinger raushängen zu lassen, suchen ASENBLUT auf BERSERKER also nach der gegenwärtigen Bedeutungsebene der alten Texte, spinnen manch andere Sage weiter und lassen neben eigenen Gedankengängen Einflüsse zu, die sich in der Literatur von Patrick Rothfuss oder H.P. Lovecraft, in Hörspielen wie Offenbarung23 und Gabriel Burns sowie im täglichen Kampf mit sich selbst und den Widerständen des Alltags finden.
Bei Themen wie diesen ist eine wilde Metal-Hetzjagd garantiert. Episch trabend, furios galoppierend, siegessicher stampfend und elegisch schreitend präsentieren sich ASENBLUT: Eine selbstbewusste Metal-Macht, die die Insignien des heimischen Pagan Metal mit diesem Donnersturm zu neuer Blüte bringt.
www.asenblut.de
www.facebook.com/asenblutband

FJOERGYN

Ursprünglich als orchestrales Soloprojekt geplant hat sich FJOERGYN über die Jahre zu einer Mixtur aus opulenten Orchesterarrangements, klassischen Klängen und brachialen Gitarren, gepaart mit der Ästhetik des Heavy Metal zu einem progressiven, fortschrittlich und episch klingenden Gefüge destilliert.
Der Konflikt von Mensch und Natur wird dabei immer wieder als Kernthema einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung gesehen, die nur im Ende aller Tage münden kann.
Den ersten vier Alben der Thüringer mit gedankenschwerem Material und viel Hingabe zu Arrangement und Stimmung der Musik folgte 2017 das aktuelle Werk ’Lucifer’, welches sich mit rückhaltloser Sozialkritik und einer entzaubernden Sicht auf die Menschheit befasst. Individualität scheint keine Rolle mehr zu spielen in einem System geprägt von Gleichförmigkeit, Populismus und Opportunismus. Nichts hat Wert oder Bedeutung. Mit ’Lucifer’ werfen FJOERGYN einen unbarmherzigen Blick auf die Gesellschaft und ihre menschlichen Marionetten.

www.facebook.com/Fjoergynofficial

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