Eröffnung der internationalen Freiluftinstallation GEGEN DAS VERGESSEN in Berlin

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Am 9. November 2017, um 17:30 Uhr, wird die internationale Fotoinstallation GEGEN DAS VERGESSEN des deutsch-italienischen Künstlers Luigi Toscano mit großformatigen Porträts von Überlebenden der NS-Verfolgung aus Deutschland, Israel, USA, Ukraine und Russland in Berlin eröffnet. Das einmalige erinnerungspolitische Kunst- und Kulturprojekt GEGEN DAS VERGESSEN wird bis zum 26. November auf dem Gelände der Sophienkirche in Berlin-Mitte gezeigt. Dies ist die fünfte internationale Station von GEGEN DAS VERGESSEN.

Die in ihrer Form einzigartige Installation mit überlebensgroßen Porträtfotos wird an einem öffentlichen Ort im Herzen Berlins präsentiert. Kleine Informationstafeln, eine App sowie ein Dokumentarfilm ergänzen die Ausstellung. Die Überlebenden sind die Gesichter und Stimmen der Erinnerungskultur. Sie haben die Macht, Menschen zu erreichen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Bildung – und zu sensibilisieren für ausgrenzende Tendenzen heute.

Protagonist Horst Sommerfeld, der von Berlin aus nach Auschwitz deportiert wurde, sagt über GEGEN DAS VERGESSEN: “Ich bin euch so dankbar, dass ihr euch dieser so wichtigen Sache verschrieben habt und mit Luigis Bildern gegen das Vergessen arbeitet. Von uns wird in nicht allzu langer Zeit keiner mehr davon sprechen können. Umso wichtiger ist es, junge Stimmen für uns zu haben.“

Kontaktdaten:
Katharina von Münster, info@gdv-2015.de, www.gdv-2015.de

Firmenportrait:
Der 45-jährige Fotograf und Filmemacher Luigi Toscano ist ein Spätberufener mit bewegter Vergangenheit. Als Dachdecker, Türsteher und Fensterputzer erlebte der Sohn italienischer Gastarbeiter seine Umwelt aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Dass sich daraus eine künstlerische Laufbahn entwickelt ist ungewöhnlich. Für Luigi Toscano aber war es eine Notwendigkeit, denn die vielen Visionen und Geschichten in seinem Kopf müssen geteilt und erzählt werden. Mit der Fotografie kann Toscano seine Sicht der Dinge festzuhalten und auf ein Medium bannen. So wird er zu seinem eigenen Lehrer und bringt sich die technischen und handwerklichen Fertigkeiten eines Fotografen einfach selbst bei.

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