Graue Aschewolke kontra Farbexplosion

Fast hätte die Ausstellung von Dieter Mantey „Farbe, Form und Technik“ im GDA Wohnstift in Göttingen nicht rechtzeitig beginnen können, da die Isländische Wolke aus Vulkanasche dem Künstler einen verlängerten Auslandsaufenthalt bescherte. Glückliche Umstände verhinderten dieses Szenario noch rechtzeitig und lieferten den Besuchern der Vernissage ein beeindruckendes Farb-Feuerwerk.
Der aus Bremen stammende Dieter Mantey hat die Räumlichkeiten des Stifts mit ca. 60 Acrylbildern bestückt, die mit unterschiedlichsten Techniken angefertigt wurden. Laut Mantey sind Kugeln, Spachtel und sogar Duschabzieher effektive Elemente um einen Klecks Farbe wirkungsvoll zu bearbeiten. Seine Bilder faszinieren vom ersten Moment an. Die Farbauswahl ist bei jedem Bild sehr stimmig gewählt und zieht den Betrachter gnadenlos in eine einzigartige kreative Welt. Mantey lässt bewusst Interpretationsspielräume und lädt somit zum Verweilen an. Erkennbar sind dennoch einige maritime Momente und Porträts promienter Nordlichter. Trotz dieser verschiedenen Techniken und der unterschiedlich Motivauswahl eine homogene Ausstellung, die man gern auch ein zweites Mal besuchen möchte. Die Werke sind noch bis zum 28.05.2010 in der Chralottenburgerstr. 19 zu sehen. Bis dahin sollte auch der Rest der farblosen Brandrückstände aus unserer Atmosphäre verschwunden sein.