Helden der Kindheit zu Gast in Göttingen

Noch bis zum 28. Juli kann man eine Auswahl von einzigartigen Illustrationen des Künstlers Franz Josef Tripp im Goethe Institut in Göttingen bewundern. Der 1915 in Essen geborene Maler und Kinderbuchillustrator wurde 1960 vom Thienemann Verlag damit beauftragt die Bebilderung für das SChriftwerk „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Michael Ende anzufertigen. Es folgten weitere Aufträge für die Bücher „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ von Boy Lornsen, alle drei Bände des „Räuber Hotzenplotz“ und „Das kleine Gespenst“. Schon bei der Betrachtung der Werke fühlt man sich unweigerlich in die Kindheit zurückversetzt und hat sofort alle Abenteuer der dargestellten Helden vor Augen. Schade, dass die Modernisierung mancher Charaktäre das Ursprungsbild dieser Kindheitsbegleiter verzerrt hat. So erkennt man z.B. die „Wilde 13“ in der aktuellen Zeichentrickserie auf KIKA „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ im Gegensatz zu ihren Originalvorgängern nicht wieder. Dieser Umstand wird dem Erfinder nicht gerecht und verfälscht zudem die Geschichte an sich. Um so besser, dass man die Originale noch in Ausstellungen und Büchern aus dem Antiquariat bewundern kann. Ein Ausflug in die Vergangenheit der auch Lust auf die entsprechende Lektüre macht.