Zeitspuren – Ute Krautkremer zeigt Ihre Werke in Koblenz

Nicht das Abbild, die Dinge wie wir sie kennen oder zu kennen glauben, steht im Mittelpunkt meiner Arbeit, sondern die Veränderung, die „Übersetzung“ vorgefundener Realität in ungewohnte, in abstrakte Zusammenhänge.
Ich arbeite mit von Menschen hinterlassenen Spuren und Strukturen, zunehmend aber auch mit gewachsenen, natürlichen Ordnungen. Die aufgegriffenen Strukturen erscheinen einerseits vertraut, bekannt, aber losgelöst aus ihrem räumlichen bzw. natürlichen  und zeitlichen Kontext werden sie zu formalen Elementen, die neu besetzt werden können.
Absicht ist, die Dinge außerhalb ihrer gewohnten Erfahrung sichtbar zu machen und eine vom Gefühl ausgelöste, assoziative Betrachtung zu ermöglichen.
Die spezielle Technik des Papierabgusses ermöglicht nicht nur einen direkten Zugang zur Realität; das Material  erlaubt es, dünnwandige Formen zu erstellen, die ich in jede Position bringen und an der Wand oder anderen Trägern  installieren kann.
Häufig arbeite ich mit Formfragmenten, die als  Negativformen in Bezug zueinander gesetzt werden, das heißt, ihre Innenseiten werden nach außen gekehrt und ermöglichen ein Wechselspiel zwischen Zwei – und  Dreidimensionalität.
Bezeichnend für meine Arbeitsweise ist der für mich notwendige Wechsel zwischen spielerischer Auseinandersetzung mit dem zufällig Gegebenen und absichtsvoller Arbeit an einem bestimmten, nur so gearteten Formgefüge.
Ich arbeite nicht erzählerisch, sondern strukturalistisch.

Vernissage am 21. November 2010,  14 – 18 Uhr in der Galerie Eva Tent, Koblenz

Dauer der Ausstellung vom 21.11.2010 bis 31.01.2010

Quelle: www.krautkremer-art.de