HALLENKUNST – UrbAN ArT iN dEr MArKTHALLE Chemnitz

Die Markthalle Chemnitz avanciert zur Plattform für urbane KunstHALLENKUNST – Eine Ausstellung urbaner Kunst in der Markthalle ChemnitzDie Markthalle Chemnitz ist vom 10. bis 12. Dezember 2010 Schauplatz urbaner Kunst.24 Künstler, darunter die medienbekannten Szenejünger Hendrik Beikirch, Claudia  Walde, Loomit oder auch Smash137, bringen ihre Urban Art Arbeiten mit und schaffen vor Ort neue Werke speziell für diese Ausstellung. Sucht sich Urban Art sonst ihren künstle-rischen Austragungsort im städtischen Umfeld, zeigt die Markthalle Chemnitz auf 4.000 Quadratmeter, gegliedert in fünf verschiedene Bereiche, die bisher größte Urban Art  Ausstellung in Sachsen. Die Ausstellung HALLENKUNST gibt einen Einblick in eine noch junge, in hohem Maße kreative Kunstrichtung, die im geschützten musealen Raum ganz neue, überraschende Ansätze entwickelt. Ein engagiertes Rahmenprogramm mit Filmvorführungen, Künstler-gespräch und Live Performance des „Paint Club“ regt zu einer lebendigen Auseinander-setzung mit dem Phänomen der Urban Art an.Die Künstler reisen aus Basel, Chemnitz, Dresden, Koblenz, Köln, Kopenhagen, Leipzig, Lörrach, Meerane, München, Prag, Strasburg und Wien an. Bereits zwei Wochen vor der Ausstellungseröffnung beginnen die ersten Künstler vor Ort Buchstäbliches und Bild-liches an die Wände zu bringen. Swet fährt in Kopenhagen mit 3.000 leeren Spraydosen los. In den letzten drei Jahren geleert will er sie zu einem gigantischen Schriftzug auf-bauen. In der männerdominierten Szene behauptet sich Claudia Walde (Dresden) mit  femininen Elementen, wenn sie ihre Leinwände mit Glitzersteinen und Schriftzügen  besetzt. Mit Spannung sind die mit Schablonen gesprühten Spuren von Banksy  (England) zu erwarten. Er hat sich zur Ausstellung angesagt, wird jedoch wie in seinem  im November gestarteten Film „Banksy – Exit Through The Gift Shop“ anonym bleiben. Im illustrativen internationalen Wettbewerb „Paint Club“ messen sich teilnehmende Künst-ler am musikalischen Unterhaltungswert, der mit Hilfe ihrer zeichnerischen Stiftführung auf einer speziellen Soundwand entsteht.

Konzept der Ausstellung

Pop Art, Street Art & Graffiti sind die dominierenden Stilrichtungen der Ausstellung.  Es werden Arbeiten nationaler und internationaler Street Art und Urban Art Künstler auf rund 4.000 Quadratmetern, mit zwei Künstlerkollektiven und 22 Einzelkünstlern zu sehen sein. Dazu werden digitale Kunstwerke auf Bildschirmen gezeigt. Was mit Graffiti in den amerikanischen Großstädten der Ostküste vor mehr als 40 Jah-ren begann, hat sich mittlerweile entscheidend weiterentwickelt. Es handelt sich nicht mehr ausschließlich um ein Phänomen der Jugendkultur. Viele Akteure haben sich von der Bildsprache des Graffiti emanzipiert und neue Ausdrucksformen erprobt. HALLENKUNST widmet diesen Ausdrucksformen eine groß angelegte Ausstellung,  in deren Zentrum Werke der internationalen Urban Art und Street Art Szene stehen. Die Ausstellung umfasst fünf Themenbereiche: Neben gesprühten Arbeiten, werden  bemalte Leinwände, Projektionen, Installationen sowie Objekte zu sehen sein. In kleinen Separees präsentieren sich Urban Art Künstler individuell, während ein Raum die  Urban Art Szene fotografisch dokumentiert. Sitzmöglichkeiten laden zum Betrachten von Videos und Animationen sowie zum Durchsehen von Infomaterial ein. Parallel präsen-tiert der Chemnitzer Illustrator, Grafiker und Maler, Marian Kretschmer, unter anderem seine aus mehreren Gemälden bestehende Serie „Der Scherben Seele“.Mit der Ausstellung HALLENKUNST werden spätere Nutzungsmöglichkeiten der Markthalle Chemnitz aufgezeigt und ausgelotet. Selten gelingt es einen symbolisch  kapitalträchtigeren Ort für die Begegnung von Gesellschaft und Urban Art Kultur zu  gewinnen. Peter Waldvogel  (Architekt) und Dr. Stephan Scholz als Veranstalter sowie René Kästner eröffnen mit dieser Ausstellung Wege zwischen Innen und Außen der Urban Art Kultur.