Kunst aus Lust und Linie – Zeichnungen in der Galerie Förster, Berlin-Mitte

Ute Krautkremer, Ray Malone, Nina Neumaier, Mady Piesold und Henning Rohde haben ihrer Lust auf Linie freien Lauf gelassen. Die unterschiedlichen künstlerischen Handschriften und Ideen machen die Ausstellung zum Feld für Entdeckungen. Es gibt Positionen zwischen temperamentvoller grafischer Fantasie, hintergründigem Fabulieren und minimalistischer Strenge zu finden.

Ute Krautkremer zu ihren Drahtarbeiten:
Seit 2004 entstehen die „Drahtskizzen“. Es handelt sich um eigenständige Arbeiten, welche sich der Darstellung von Fläche und Raum, Körper und Volumen auf neuartige Weise annehmen.
Die Arbeiten verbinden spontane Gestik  der Zeichenbewegung mit der plastischen Form aus Draht. Draht und Schatten führen gezeichnete und gedachte Linien weiter und geben der Zeichnung Raum. Gleichzeitig führen sie ein Eigenleben, das die Oberfläche der Zeichnung beherrscht. Dadurch erweitert sich nicht nur das zeichnerische Spektrum, sondern auch das des Betrachters und macht einen Perspektivwechsel notwendig. In Auseinandersetzung mit menschlicher Bildsprache durchbrechen chiffrierte Zeichen die strukturierten Malgründe und legen neue Zeichen-Spuren für die Wahrnehmung des Betrachters. Diese reduzierte, ja geradezu meditative Formsprache in den Bildkompositionen verlangt vom Betrachter die Bereitschaft sich einzulassen und auf die Suche zu gehen.
An diesen Arbeiten reizt es mich besonders, den Zufall zu zwingen und ein Spannungsgefüge zwischen zufälligen (chaotischen) Strukturen und bewusster Ordnung aufzubauen.
Die Arbeiten erschließen sich dem Betrachter durch die Veränderung seiner Position. Absicht ist, eine vom Gefühl ausgelöste assoziative Betrachtung zu ermöglichen, die logisch bis zum 26. Mörz 2011 weitergedacht werden kann.

Quelle:  www.krautkremer-art.de