WEDDING WALLS – neue Kunst für alte Wände

Diesen Sommer wird der Wedding zu einer öffentlichen Galerie – im Rahmen des Projektes WEDDING WALLS werden große Brandwände künstlerisch in Beschlag genommen. Mehrere Künstler, bekannte nationale und internationale Größen der Streetart Szene, setzen sich thematisch mit dem heterogenen ehemaligen Arbeiterbezirk auseinander, gestalten Brandwände des Bezirks und werden so dem Wedding ein neues Gesicht geben. Einzigartig daran: Das Publikum ist live dabei, während die Kunstwerke bis zum Ende des Sommers im öffentlichen Raum entstehen.
Eine Ausstellung am 30. April 2011 im STATTBAD Wedding präsentiert das Langzeitprojekt.
In Anwesenheit des Künstlers CALEB NEELON (USA), der sein neues Buch vorstellet, und des amerikanischen Botschafters Philip D. Murphy, wird an diesem Tag ein Film von Tomás Haragay von Berlin Collective über einige der beteiligten Künstler gezeigt. Street und Urban Art Fotografien von Gerd Mittelberg und JUST, sowie Werke unter dem Titel GLAMOURAMA des Street Art Künstlers DAVID JOHANNSON eröffnen das Projekt.

Berlin ist eine Stadt, in der Street- und Urban Art seit Jahren das Stadtbild und Image prägen. Viele der bekanntesten Streetart Künstler haben hier auf Hausfassaden, in Hinterhöfen und Treppenaufgängen ihre Spuren hinterlassen und Berlin durch ihre vielseitigen Arbeiten zu einem Zentrum der weltweiten Streetart Szene gemacht.
Während sich Streetart in den letzten Jahren zunehmend in kulturellen Einrichtungen etabliert und die urbanen Künste alle Felder der grafischen und plastischen Künste, wie auch die Kreativindustrie inspirieren, geht die Entwicklung auf den Straßen weiter. Die meisten Bilder und Arbeiten entstehen nachts und fern von Publikum. WEDDING WALLS schafft die
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Möglichkeit, Streetart Künstlern live bei der Arbeit zuzusehen und den Prozess ihres Schaffens zu verfolgen. Teilnehmende Künstler bisher sind VICTOR ASH (PT), CALEB NEELON (USA), M-CITY (PL), MTO (FR), SWag (USA) und NOMAD (D).
Nach Abschluss der Arbeiten kann man mit Hilfe der WEDDING WALLS MAP die neu entstandenen Werke und auch verschiedene Kulturorte im Wedding selbständig oder über organisierte Kunsttouren entdecken.

Bisher waren besonders Bezirke wie Kreuzberg und Friedrichshain für Streetart bekannt. Die Kunstagentur RIOTarts, die bereits mit Ausstellungen wie Urban Affairs Streetart in den Wedding brachte, will mit WEDDING WALLS die Aufmerksamkeit nun erneut auf den multikulturellen und aufstrebenden Stadtteil Wedding lenken und dazu beitragen, die Talente
dieser immer noch jungen und faszinierenden Kunstform zu fördern und etablieren.

Organisiert wird das Projekt von der Berliner Kunstagentur RIOTarts und vom Förderverein kreatives Berlin e.V., sowie einem jungen engagierten Kunstteam, bestehend aus Stephen Riolo, Jochen Küpper und Céline Gaulke.

Geschichte: Das STATTBAD Wedding hat einen spektakulären Sprung in das zweite Jahrhundert seiner Geschichte gewagt. In seiner ursprünglichen Form entworfen von dem renommierten Architekten und Berliner Stadtbaurat Ludwig Hoffmann (Stadtbad Oderberger Straße), war es einst Anlaufpunkt für die Bevölkerung des Arbeiterbezirks Wedding. Oft genug boten die zahlreichen Wannen des Bades die einzige Möglichkeit für ein wöchentliches Bad inmitten des sanitären Notstands der schnell wachsenden Berliner Metropole.

Nach zahlreichen Umbauten und nach der Schließung des Badebetriebs fand im Jahr 2009 die Umwidmung des Ortes statt: aus Stadtbad Wedding wurde STATTBAD Wedding. Dort wo Frauen und Männer zu Beginn des letzten Jahrhunderts noch getrennt in zwei Hallen ihre Bahnen zogen, bietet sich heute Kreativen aus aller Welt Raum für ihre faszinierenden Ideen.

Das STATTBAD Wedding wurde am 1. Mai 2009 als Zentrum für zeitgenössische Kultur mit der Ausstellung No More Sugar for the Monkey wiedereröffnet. Bereits mit dieser ersten Veranstaltung platzierte sich das STATTBAD Wedding in den Medien vor den etablierten Teilnehmern des Berlin Gallery Weekend. Seitdem haben über 20.000 Besucher die Ausstellungen, Festivals, Konzerte, Lesungen und Veranstaltungen besucht.

Quelle: STATTBAD Wedding