Kunstwerk des Monats Juli 2011

Das Kunstwerk des Monats stammt von einem Künstler, der die Südseite des Göttinger Asta-Gebäudes mit seiner Urban-Art geschmückt hat. Hier die offizielle Pressemitteilung:

Kunstwerk an der Fassade des Rosa-Luxemburg Haus

An der südlichen Fassade des Rosa-Luxemburg-Hauses (AStA-Gebäude, Goßlerstr. 16a) entstand in den letzten Tagen ein künstlerisches Meisterwerk, aus den Händen des venezuelanischen Künstlers Marco.ViaLibre. Die Ideen für das vielschichtige Motiv des Graffiti-Werks entstanden in Rücksprache mit dem AStA, der sich auch um die Materialbeschaffung kümmerte. „Bisher waren hier nur Fahrräder und leere Fassaden. Wir treten dem grauen Einheitsbrei auf dem Campus mit gesprühten Ideen entgegen, angefangen beim Rosa Luxemburg Haus“, so Michael Schlorke, AStA Kulturreferent.

„Unpolitisch sein heisst politisch sein, ohne es zu merken!“, sagte einst die linke Aktivistin, Antimilitaristin und Vordenkerin Rosa Luxemburg. Dieses Zitat schmückt nun – innerhalb des 40 Quadratmeter großen Bildes – die neu gestaltete Fassade. „Stück für Stück legt sich in seinem Kunstwerk ein Detail über das Andere und verbindet die Vergangenheit mit dem Hier und Jetzt – doch die Gesamtheit der Elemente erschließt sich erst durch die nähere Betrachtung“, beschreibt Schlorke das Bild. Die künstlerische Umgestaltung wurde nach vier Tagen an diesem Dienstag abgeschlossen.

Der Straßenkünstler Marco, welcher über gewerkschaftliche Zusammenhänge vor einigen Monaten nach Europa und Deutschland kam, tritt seit über 20 Jahren in Caracas, Venezuela und der ganzen Welt mit seinen Werken für Veränderung ein. Ob nun im künstlerischen, stadtsoziologischen, jugendkulturellen, interkulturellen, sozialen oder antikapitalistischen Sinne. Die Kunst verwendet er dabei als Medium, um über die verschiedenen Assoziationen und Wahrnehmungen Debatten über die bestehenden Verhältnisse oder Missstände auszulösen.

Das AstA-Gebäude soll laut Schlorke jedoch erst der Anfang der Entgrauung des Campus sein. Auch auf dem von grauer 60er-Jahre Architektur geprägten Zentralcampus sollen weitere Aktionen und farbenfrohe Verschönerungen stattfinden. „Als nächstes gilt es die Außenfassade des AStA-Partykellers Stilbrvch – ehemals Vertigo – im Verfügungsgebäude von ihrem tristen Erscheinungsbild zu überdenken“, erklärt Schlorke. „Ein folgendes Projekt ist die Verschönerung des Zentralen Hörsaalgebäudes (ZHG). Bereits 2009 gewann ein Konzept zur Umgestaltung einen Preis beim Ideenwettbewerb der Universität, das dennoch bislang nicht umgesetzt wurde. Wir wollen das in Erinnerung rufen und für dessen Umsetzung sorgen“, berichtet Maren Köhlmann, Referentin für politische Bildung, Demokratie und kritische Wissenschaft. „Studierende sollten sich an diesen Umgestaltungen des Campus maßgeblich einbringen können. Dafür sollen Infomaterialien zu Mitmachmöglichkeiten und Anlaufstellen für ein Engagement von Studierenden bekannt gegeben werden“, so Schlorke.

Der AStA lädt am Freitag den 22. Juli um 18 Uhr zur Vernissage in den AStA-Garten ein, um das Kunstwerk zu präsentieren. „Dort wird sich bei lauschigem Ambiente und mit netten Leuten über Kunst, Politik und Zukünftiges ausgetauscht werden können“, so Schlorke.

Quelle: AStA Uni Göttingen