Rock am Ring 2013 – Teil II : Kein R.a.R. ohne Ringwetter!

Nach 3 Tagen Campen bei hochsommerlichen Temperaturen und dem 1. überstandenen Festival Tag ist nun Bergfest. Die Nacht wurde kurz durch einen  lauten Ruf nach Helgaaaa unterbrochen. Die Frau, die schon seit Jahrzehnten auf sämtlichen Festivals gesucht wird und immer noch nicht gefunden wurde. Ich finde ja, das es Zeit wird diese sinnlose Suche zu beenden.  Geweckt von den Sonnenstrahlen und der morgendlichen Hitze im Zelt. Kaffee, duschen, essen und ein kühles Blondes und der Tag kann beginnen.

Der 2. Festivaltag beginnt und man steht schon wieder vor der Frage welche Band auf welcher Bühne schaue ich mir denn an? Ich habe mich erst mal gegen die Centerstage entschieden, während Papa Roach dort ordentlich die Menge aufheizte, zog es mich zu den Newcomern auf der Alternastage. Die gebürtige Hamburgerin & Wahlberlinerin Leslie Clio sowie auch der Jake Bugg, der 19jährige Singer/Songwriter aus England haben mit ihren Auftritten auf der Alternastage für sehr gute Laune gesorgt. Auch wenn das typische Ringwetter nun schon mal mit einem kleinen heftigen Regenschauer guten Tag 8 biffy clyrogesagt hat. Danach zog es mich zur Centerstage, wo ich die letzten Klänge von Airbourne noch genießen konnte sowie die ersten Songs von The Bosshoss. Mein erstes richtiges Highlight des Tages waren Biffy Clyro auf der Alternastage. Das schottische Trio reizt ihr Publikum einfach in ihren Bann. Die bevorstehende Pressekonferenz sowie der Auftritt von Stone Sour zogen mich erneut zur Centerstage. Der Musik zu liebe verzichtete ich auf die Pressekonferenz und kam in den Genuss Bother und Through Glass in folge zu hören. Einfach unglaublich schön, wie Musik unter die Haut geht …grrrrrhhh.

Bei der verpassten Pressekonferenz gab es zwar noch keine Zusagen von Bands für nächste Jahr. Da Rock am Ring nächstes Jahr auf Pfingsten fällt, wird geplant nach 2010 auch 2014  4 Tage lang musikalisch zu feiern. Neben diesen Aussagen, war aber auch das Gerücht im Umlauf, das die Beatsteaks auf der Clubstage spielen könnten. Mit dieser Aussage wanderte ich gleich zur Clubstage. Als dann die Beatsteaks zu dem Zeitpunkt auf die Bühne kamen wo eigentlich Kate Nash geplant war, wurde die Überraschung perfekt. Dieses wahrgewordene Gerücht verbreitete sich wie ein Lauffeuer und die Clubstage war innerhalb von Minuten sehr stark besucht. Eine sehr geglückte Überraschung, auch wenn dadurch die restlichen Auftritte auf der Alternastage zeitverzögert statt fanden.

Nach dieser Überraschung ging es zurück zur Centerstage wo Volbeat die Menschenmassen vor der Bühne so richtig 14 Volbeatabrocken ließ.  Und so langsam kommen die letzten Bands zu ihren Auftritten am Samstag. Auf der Centerstage erklingen harte elektronische Klänge & Bässe und The Prodigy lassen es mal so richtig krachen. Die Menge ist begeistert. Nach ihrem grandiosen Auftritt ist auf der Centerstage für heute Feierabend. Aber das heißt ja nicht das überall schon Feierabend ist. Ich merke aber auch, das so langsam auch meine Kräfte schwinden. Dennoch zieht es mich noch zur Clubstage, wo ich mir eigentlich Selig anschauen wollte. Aber wie schon erwähnt, spielten alle Bands dort dann doch später. Und so kam ich in den Genuss ein sehr schönes Konzert von Bosse zu sehen. Für Selig hat meine Kraft dann doch nicht mehr ausgereicht, dafür habe dann noch etwas The Killers auf der Alternastage angeschaut und bin mit deren Klängen zu meinem Zeltplatz zurück gewandert.

Der letzte Festival Tag beginnt mit typischen Ringwetter. Es ist Sonntag, es regnet fast denn ganzen Vormittag und an eine warme Dusche ist leider nicht mehr dran zu denken. Egal, man ist es hier ja nicht anders gewohnt. Und noch einmal geht´s los zum Festivalgelände, ein letztes Mal in diesem Jahr. Mit den letzten Klängen von Royal Republic betrete ich das Gelände und der Regen lässt nach, wie schön.  Und schon übernimmt Bad Religion die Centerstage. Die Punkrock Ikonen rocken nun schon zum 7. mal am Ring und immer wieder schön sie zu hören und zu sehen. Die Wartezeit bis Simple Plan wird mit einer Portion Chilli con Carne überbrückt. Die Band weiß auch ihr Publikum zu begeistern bei ihrem 5. Auftritt am Ring. Einen unvergesslichen Auftritt hatten danach auch Kraftklub. Sie waren zwar schon mal vor 2 Jahren auf der Clubstage und hatten davor einen Campingplatz  Auftritt auf einem Bus am Ring, aber die Centerstage ist eine Hausnummer für sich. Sie konnten es selbst kaum glauben vor so einer Menschenmenge zu spielen zu dürfen, aber sie haben IMG_2209es mit vollen Zügen genossen und die Menge ihren Auftritt ebenso.  Nach diesem Hammer Auftritt ist nochmals Zeit für eine Runde auf dem Festivalgelände. Ist schon interessant was es für Stände gibt, welche kulinarische Auswahl man so beim Festival hat und vor allem wie normal oder verrückt die Festivalbesucher sich so kleiden. Welcher Kopfbedeckung dieses Jahr wohl in sein wird? Jedenfalls gibt es ziemlich bunte Sonnenbrillen dieses Jahr.

Auf der Clubstage spielen in der Zeit Escape The Fate, die ich im vorbeigehen etwas mitnehme. Und nur ein paar Meter weiter und man bekommt schon die Musik von der Alternastage zu hören. Dort ist zeitgleich Dizzee Rascal am Gange. Auf dem Weg zurück zur Centerstage genieße ich den schönen Sonnenuntergang. Kaum auf der obersten Tribüne angekommen, erklingen schon die Klänge von den Sportfreunde Stiller. Beim 7. mal am Ring eigentlich schon ein Heimspiel für die Münchner. Sie bereiten die Fans anständig für den Schlussakt auf der Centerstage vor. Dann ist es soweit das Green Day die Bühne der Centerstage betreten. Mit einer beeindruckenden Show begeistern sie die Menge. Einige Fans durften mit auf die Bühne und gemeinsam mit ihren Idolen zusammen singen. Was für ein unvergessliche Momente für Beteiligte und Fans.

Bei mir schwinden meine letzten Reserven und ich mache mich mit den letzten Songs auf meinem letzten Heimweg. Die letzten Meter zum Zeltplatz hört man noch die Lieder Seeed, die gerade noch auf der Alternastage ihr bestes geben. Und mit Seeed im Ohr endet mein Sonntag. Am nächsten morgen heißt es im Regen packen und abreisen. So wie der Ring mich und sämtliche Besucher mit strahlenden Sonnenschein begrüßt hat, so verabschiedet er sich mit Dauerregen von den letzten Besuchern und mir. Mit Bus und Bahn geht es dann auf Heimreise. Nun heißt es wieder für ein Jahr Abschied nehmen von zu Hause. Etwas traurig das es wieder vorbei ist, aber dennoch mit Vorfreude auf 2014. Denn da heißt es wieder nach Hause kommen am Ring, und nächstes Jahr ein Tag länger. Und mit Sonne begrüßte mich auch mein eigentliches zu Hause in Göttingen.

Und versprochen, bei Rock am Ring 2014 berichte fast täglich ich vor Ort….bis dahin hinterlasse ich euch rockige Grüße Mehmet

Unterhaltungsfaktor: