Olafur Eliasson – Verleihung des Kaiserrings Goslar 2013

Olafur_Kaiserring_sOberbürgermeister Dr. Oliver Junk überreichte heute Mittag dem isländischen Künstler Olafur Eliasson in der Kaiserpfalz den Kaiserring der Stadt Goslar, einen der weltweit renommiertesten Kunstpreise unserer Zeit. Junk wies in seiner Festrede darauf hin, dass die Verleihung des Kaiserringes an Olafur Eliasson für die Stadt Goslar eine besondere Ehre darstelle. ‚Goslar zwischen Weltkulturerebe und zeitgenösssicher Kunst – zwei Faktoren, die untrennbar mit Goslar verbunden sind. Eliasson setzt 2013 die Reihe namhafter Kaiserringträger fort‘.

Dr. Marion Ackermann, Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, würdigte Eliasson in ihrer Laudatio. ‚Olafur Elisasson ist mit nichts geringerem angetreten, als die Menschen zu sensibilisieren. Es geht ihm um gesellschaftliche Veränderungen, um politische und ökologische Re-Sensibilisierungen. Den Betrachtern von Kunst will der Künstler deutlich machen, dass sie verantwortlich sind für ihre Erfahrungen, die sie selbst gestalten können. Eliasson zeigt auf, dass vorrangig die menschliche Gegenwart unsere Umgebung formt, vielmehr als Design, Architektur oder Stadtplanung es vermögen.‘

Das Mönchehaus Museum zeigt vom 12. Oktober 2013 bis zum 26. Januar 2014 die Ausstellung ‚Eine Feier, elf Räume und ein gelber Korridor‘ und gibt einen umfassenden Einblick in das Werk des dänisch-isländischen Künstlers. Ortsspezifisch für den temporären Standort des Mönchehauses konzipiert, geht Olafur Eliasson unmittelbar auf die Architektur des Hauses ein. Dabei spielt er mit dem Verhältnis von Innen und Außen und fordert den Prozess unserer Wahrnehmung immer wieder neu heraus. Den zentralen Elementen des künstlerischen Denkens von Eliasson, Farbe und Licht, und ihrer Beziehung zueinander, kommen wesentliche Bedeutung zu. Im Mittelpunkt steht ein langer Flur, den Eliasson in Anlehnung an seinen ,Room for One Colour‘ (Kunstmuseum Wolfsburg, 1997) in gelbes Monofrequenzlicht getaucht hat. Er weist den Weg zu den einzelnen Kabinetten. Auf dem Weg durch die Ausstellung werden die Sinne des Besuchers vielseitig herausgefordert. Die durch Türen verschlossenen Räume im Mönchehaus Museum erhellen abwechslend Tageslicht und Kunstlicht. Sie lenken den Blick des Betrachters entweder nach außen oder nach innen. Ein sich in hellem Scheinwerferlicht drehender Ring (Your space embracer, 2004) bildet in den Raum greifende Schatten aus und versetzt sie in Bewegung. Violett eingefärbte Gläser mit subtilen Farbverläufen ersetzen das übliche Glas zweier Fenster und verändern unsere Wahrnehmung und unseren Blick nach draußen (Purple Window fade, 2013). Wassertropfen fallen nicht, sondern scheinen in der Luft zu verharren (Liquid Matter Life Study, 2011) und stehen zu bleiben. Foto- und Filmarbeiten ergänzen die Ausstellung.

Mönchehaus Museum Goslar
Rosentorstraße 27
38640 Goslar
Öffnungszeiten Di – So, 10-17 Uhr