GÖTTINGER ELCH 2014 an Georg Schramm

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Der Satirepreis GÖTTINGER ELCH geht 2014 an den Kabarettisten und Schauspieler Georg Schramm. Die Auszeichnung wird jährlich für ein satirisches Lebenswerk vergeben und ist mit 3.333 Euro, einer silbernen Elchbrosche und 99 Dosen „Original Göttinger Elch-Rahmsüppchen“ dotiert. Die feierliche Verleihung, an der auch frühere Preisträger teilnehmen werden, findet am Sonntag, den 23. März 2014 um 11.00 Uhr im Deutschen Theater Göttingen statt.

Der Vorverkauf beginnt am 17. Februar 2014 ausschließlich an der Kasse des Deutschen Theaters, Tel. 0551 / 49 69 11 (Öffnungszeiten: Mo-Fr 10.00-19.00 Uhr, Sa 11.00-14.00 Uhr). „Georg Schramm ist ein Widerstandskämpfer und Motivationstrainer der besonderen Art“ – so begründet die ELCH-Jury ihre Entscheidung des Jahres 2014. „Er sucht und findet das Politische im Privaten, demontiert das Zynische und Brutale der alltäglichen Wirklichkeit zynisch und brutal, dabei bestürzend intelligent und verstörend gefühlsecht. Seine Wut, sein heiliger Zorn sind niemals kalkulierte Masche, sondern Instrumente der Wahrheitsfindung, gepaart mit sprachlos machender Wortgewalt, entlarvender Darstellungskunst und einer überwältigenden Bühnenpräsenz. Schramm ist selbst unter den Besten politisch motivierter Kunst eine radikale Ausnahmeerscheinung – ein Moralist und Kopf, wie es ihn in jeder Generation vielleicht nur einmal gibt.“ (aus der Urkunde zum Göttinger ELCH 2014).

Der 1949 in Bad Homburg geborene Schramm studierte nach Abitur und Bundeswehr (Offizier d. R.) Psychologie und arbeitete 12 Jahre in einer neurologischen Reha-Klinik. Seit 1985 ist er als Kabarettist tätig; zu seinen bekanntesten Bühnenfiguren gehören der grantelnde Rentner Lothar Dombrowski, der hessische Sozialdemokrat August und Oberstleutnant Sanftleben. Durch die langjährige Mitarbeit in Dieter Hildebrandts Satire-Magazin Scheibenwischer (ARD) und bei der Polit-Satire Neues aus der Anstalt (ZDF, mit Urban Priol) wurde er einem breiten Publikum bekannt. Schramm erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so den Deutschen Kleinkunstpreis (1991), den Deutschen Kabarettpreis (1999), den Deutschen Fernsehpreis (2007), den Prix Pantheon (2010) und den Erich-Fromm-Preis (2012). Der Künstler lebt mit seiner Frau in Badenweiler.

Georg Schramm ist der 17. ELCH-Preisträger. Seine Vorgänger waren der Cartoonist Chlodwig Poth (1997), der Zeichner und Schriftsteller Robert Gernhardt (1999), der Kabarettist Gerhard Polt (2000), der Kolumnist und Übersetzer Harry Rowohlt (2001), die Karikaturistin Marie Marcks (2002), der Zeichner und Dichter F. W. Bernstein (2003), der Schweizer Kabarettist Emil Steinberger (2004), der Komiker Otto Waalkes (2005), der Zeichner Hans Traxler (2006), der Zeichner und Musiker Ernst Kahl (2007), die bayerischen Volksmusiker und Kabarettisten der Biermösl Blosn (2008), der Musiker, Schriftsteller und Filmemacher Helge Schneider (2009), der Komödiant und Musiker Olli Dittrich (2010), der österreichische Kabarettist Josef Hader (2011), die Karikaturistin und Autorin Franziska Becker (2012) und der Maler Michael Sowa (2013). Der GÖTTINGER ELCH will den guten Ruf der komischen Künste festigen und das Ansehen der in Wort und Bild tätigen Satiriker im deutschen Sprachraum mehren. Der
Preis hat seine Heimat nicht zufällig in Göttingen: Die Stadt hat Tradition in Sachen Satire, die im 18. Jahrhundert mit dem genialen Aphoristiker Georg Christoph Lichtenberg beginnt und bis in die jüngste Vergangenheit von den Wahl-Göttingern Robert Gernhardt und F.W. Bernstein fortgeführt wurde. Einem sprichwörtlich gewordenen Zweizeiler Bernsteins ist der Name des Satirepreises entlehnt: „Die schärfsten Kritiker der Elche / waren früher selber welche.“ Die ELCH-Jury 2014: Antje Kunstmann, Verlegerin, München; Hilmar Beck, Fachbereich Kultur der Stadt Göttingen; WP Fahrenberg, Ausstellungsbüro Göttingen; Achim Frenz, Museum für Komische Kunst, Frankfurt am Main; Dr. Peter Köhler, Journalist, Göttingen; Martin Sonntag, Caricatura Kassel; Hans Zippert, Publizist, Oberursel; ELCH-Preisträger 2013 Michael Sowa. Mehr über den ELCH und seine Preisträger/innen unter www.goettinger-elch.de.

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