The New Yorker

avone1200x900
AVone – The New Yorker @ 30works

Zur Weihnachtszeit macht 30works sich und allen Freunden der Galerie ein großartiges Geschenk – und präsentiert in der europaweit ersten Soloausstellung von AVone ausgewählte Arbeiten des amerikanischen Pop Art-Künstlers.

In den USA gehört er zu den prominentesten Vertretern zeitgenössischer Pop Art und genießt den Status eines Ausnahmetalents: Anthony Vasquez, Künstlername AVone.
Seine Werke sind auf der Art Basel Miami zu sehen, adeln das Setting von quotenträchtigen VH1- und HBO-Produktionen und tauchen in Videos und Streams ikonischer Hip Hop-Musiker wie Busta Rhymes und RZA auf. Und zum 50. Geburtstag des Basketball-Heroen Michael Jordan wurde niemand anderes als er mit der Neugestaltung des legendären „Air“-Logos beauftragt. Dabei war der Weg bis dorthin alles andere als ein Spaziergang…

Vom Underdog zum MoMA-Resident
AVone wuchs als Halbwaise in ärmlichen Verhältnissen in Brooklyn auf und wurde so früh mit den sozialen Missständen seiner Heimatstadt New York konfrontiert. Mitsamt daraus resultierender Jugend- und Gangkriminalität, Drogenhandel und Gewalt.
Ein Ventil fand der Teenager im Taggen von Hauswänden und Fassaden; wobei sich seine Techniken allmählich verfeinerten und zunehmend Aufsehen erregten. Er begann sich mit dem Werk stilbildender Künstler wie dem abstrakten Expressionisten Franz Kline und dem Land Art-Pionier Andy Goldsworthy auseinanderzusetzen, begeisterte sich für van Gogh und Warhol, zog Versatzstücke aus der Comic- und Hip Hop-Kultur hinzu und verarbeitete diese in Art Works, die bald in der ganzen Stadt Gesprächsthema waren. Mit Anbruch der 2000er Jahre waren seine Tags überall in New York zu sehen – was leider auch die Polizei auf den Plan rief. Und so wurde Anthony Vasquez, der sich bis dato mit dem Verkauf einzelner Arbeiten mehr schlecht als recht über Wasser hielt, mehrfach verhaftet. Als dem Wiederholungstäter 2007 schließlich eine lange Haftstrafe drohte, eilte ihm ein Mann zu Hilfe, der bereits damals ein großer Bewunderer von AVones Arbeiten war und zu seinem bedeutendsten Mentor werden
sollte: Evan Roth, weltberühmter Digital Art-Aktivist und Experimental-Künstler.
Er zahlte AVones Kaution, nahm ihn unter seine Fittiche und rang ihm das Versprechen ab, fortan nicht mehr illegal zu arbeiten. Eine gemeinsame Arbeit der beiden Ausnahmetalente schaffte es bald darauf ins Museum of Modern Art, und als Roth schließlich das ikonische Tag AVones in gigantischer Auflösung auf die Brooklyn Bridge projizieren ließ, war endgültig der Durchbruch geschafft.

Vergänglichkeit als Leitmotiv
Heute zählt AVone zu den etabliertesten Vertretern der zeitgenössischen Pop Art, dessen Werke vor allem eine Referenz an seine Heimat, den Big Apple, darstellen. Mit ihren patinierten, mal zerrissen, mal befleckt anmutenden Multi Layer-Oberflächen, die mit Stencils oder Siebdrucken ikonischer Bauwerke wie dem Flat Iron Building, dem World Trade Center und der Brooklyn Bridge angereichert werden, thematisieren seine vielschichtigen, komplexen und extrem detailfokussierten Arbeiten den Verfall und den Wiederaufbau New Yorks. AVone wird so zum Chronisten der Stadt, die niemals schläft, und zeigt sie in all ihrer Erhabenheit, aber gleichsam in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit. Er verweist gleichberechtigt auf das Dekadente und Unterprivilegierte, vereint das Schöne mit dem Hässlichen, das Ikonische mit dem Banalen, das Natürliche mit dem Artifiziellen und verknüpft das Vergängliche mit dem Postulat auf das Ewigwährende. Dafür nutzt er Versatzstücke aus Grafitti und
Siebdruck, fusioniert Stencils mit Tags, Collagen, Malerei und Tape-Art und remixt seine Werke, so dass immer wieder neue Anmutungen und Geschichten entstehen. Und auch bei den Materialien erweist AVone sich als Meister der Mix-Technik: Ob Leinwand, Holz, Kupfer, Acryl, Lack, Eisen, Vinyl, Aceton oder Ruß – AVone sprengt die gängigen Grenzen von Materialität und Stofflichkeit und nutzt dabei chemische Prozesse wie den der Oxidation, um einen möglichst authentisch wirkenden Verfall zu simulieren.

Bildpoet & Zeitgeist-Chronist
Dass diese Material- und Motivschlacht dennoch harmonisch und eingängig anmutet, ist einer fast schon poetischen Bildsprache zu verdanken, die seine Fragmente aus Architektur, Gewebe und Farbe kunstvoll miteinander verschmelzen lässt. Nichts ist dem Zufall überlassen, alles wird sorgfältig selektiert, extrahiert und am Schluss komponiert, so dass AVones Werken etwas nahezu Sinfonisches anhaftet.
Das spiegelt sich ebenfalls in Arbeiten, die Role Models der modernen Pop-Kultur wie RZA, Kate Moss oder Pin-up Girls abbilden. Ebenso wie New York werden sie in den Kontext der Vergänglichkeit gestellt – womit AVone sich auch als gewichtiger Chronist des Zeitgeists positioniert.

30works ist stolz darauf, die erste Soloausstellung von AVone in Europa ausrichten zu dürfen, die in Anspielung auf seine Heimat schlicht „The New Yorker“ betitelt ist. Die Laudatio auf diesen Ausnahmekünstler wird Gérard Goodrow, vormaliger Direktor der Art Cologne, am Eröffnungsabend halten.

AVone – The New Yorker @ 30works

Eröffnung: 05.12.2014, 19 Uhr
Ausstellung: 06.12.2014 bis 03.01.2015

Öffnungszeiten: Di – Fr 15-19 Uhr, Sa 11-17 Uhr

30works Galerie
Antwerpener Str. 42
50672 Köln
0221/5700250
www.30works.de

Kontaktdaten:
30works Galerie
Gérard Margaritis
Antwerpener Str. 42
50672 Köln
0221/5700250
www.30works.de

Firmenportrait:
Über 30works:

Die Kölner Galerie 30works ist spezialisiert auf Pop-Art, Streetart und zeitgenössische Kunst. Speziell, wenn es um das Thema Streetart geht, übernimmt 30works eine Vorreiterrolle in Deutschland: Als einer der ersten Galeristen hat Geschäftsführer Gérard Margaritis die Streetart nach Deutschland gebracht und sich mit 30works auf diese junge, frische „Pop-Art des 21. Jahrhunderts“ als zusätzlicher Fokus konzentriert.

Die Galerie
Mitten im trendigen „Belgischen Viertel“ in der Kölner Innenstadt bietet die 30works Galerie auf 300 Quadratmetern viel Raum für innovative, junge Positionen der Kunst. Spezialisiert auf Pop Art, Neopop, Urban Art und Streetart, ist sie kein elitärer Tempel für Eingeweihte, sondern ein inspirierender Ort der Begegnung von Künstlern und Kunstinteressierten, von Sammlern und solchen, die es noch werden wollen. Und mit genau dieser entspannten, unangestrengten Atmosphäre hat sich 30works längst auch über die Grenzen der Domstadt hinaus einen Namen gemacht. Ihre sechs bis acht Einzel- und Gruppenausstellungen pro Jahr sind Magnet für ein bunt gemischtes, experimentierfreudiges Publikum.

Hochkarätiges Portfolio
Neben Arbeiten von Pop-Artists wie Jörg Döring, John Breed und François Coorens sowie des Münchener Malers Fabian Gatermann umfasst das Portfolio von 30works unter anderem Werke der Streetart-Ikonen Banksy, D*Face und des Bananensprayers Thomas Baumgärtel sowie der Urban Art-Künstler mittenimwald, Van Ray, L.E.T. und EMESS.