Raus aus dem Jetzt – Duerer legt ab

51cCXwmC2WL._SL500_AA240_Ich erninnere mich noch gut an die Pressekonferenz zum Bundesvisions-Song-Contest von Stefan Raab in Göttingen. Da trieben sich bunthaarige Menschen im Musiker-Pulk umher, die ich und wahrscheinlich auch viele der anwesenden Kollegen noch nicht einzuordnen wussten. Duerer aus Erfurt wie Initiator Stefan Raab die Jungs der Pressemeute vorstellte  und die mich dann bei der Live Show am Abend mit ihrem Song „Was gestern war“ wirklich vom umbequemen Stuhl der Lokhalle fegten.
Da musste ein Rezensionsexemplar der aktuellen EP „Melancholische Euphorie“ her. Sechs erfrischende Songs in bester alternativ, poppiger Manier, die wie eine Verjüngungskur auf mich wirken. Erinnerungen werden freigesetzt und die Lust dem Alltag zu entfliehen geschürt. Teilweise stelle ich Parallelen zu „The Hives“ oder „Kings of Leon“ fest, die dann aber wieder dem ganz eigenen Duerer Stil weichen müssen. Hervorzuheben ist der Gesang von Danny Müller-Sixer, der immer wieder schöne Haken schlägt und desssen leicht kratziger Schlag dem Gesamtbild die nötige Würze verleiht. Duerer ist neu, Duerer ist geil, und mit Sicherheit unser Familiensoundtrack (insbesondere der Track „Die Leinen los„) wenn es im Sommer mit dem Bulli in Richtung Sonne geht!

B. Bohle

Unterhaltungsfaktor: