Erschienen! Flieh mit dem Löwen“, Roman von Benito Wogatzki, Neuauflage

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Der Roman „Flieh mit dem Löwen“ wurde bereits als Benito Wogatzkis „wunderbares Roman-Comeback“ gefeiert, nun liegt er in einer verschärften Neuauflage vor. „Man könnte das Werk“, schreibt der Tagesspiegel, „als einen Gesellschaftsroman mit hohem Thriller- und Comic-Anteil bezeichnen, als Feuerwerk an Sprachwitz und skurrilen Einfällen. Vielleicht ist es sogar ein verspäteter Wenderoman.“
Der Autor, der die Neunziger mit Serienarbeit im Fernsehen bestritt (Sylter Geschichten, makabre „Mordslust“, Krabbenfischer usw.) hat inzwischen mächtig nachgelegt. Sein Roman „Fleur“ (ebenfalls Shaker Media) wurde als der „ungewöhnlichste Liebesroman“ des vorigen Jahres bezeichnet.
In „Flieh mit dem Löwen“ geht es darum, dass ein Dichter (der Urheber des Werkes) zu viel „sieht“, dass er die Story, der er bieten will, so zugespitzt vorantreibt, dass er selber daran kaputt geht – durchdreht. Wahrheit durch Hochrechnung – wenn es hier um Liebe geht, dann werden kaum Kompromisse geduldet, es entsteht Misstrauen gegenüber Zuneigung, Angst vor der Hingabe. Ist denn Liebe nicht die hinterhältigste Geschäftsidee?
Colby sehnt sich nach dem Mädchen Lena, er tastet ihre zarte und ramponierte Seele ab, sie liebt ihn – sie selber aber kann Liebe nicht entgegen nehmen. Entfesselt wird dies erzählt und erforscht. Es gibt – im gleichen Zusammenhang – auch ein Zwiegespräch zwischen Bendix, dem Kripochef, und dem halbblinden Profikiller „Kompotti“, beide kennen sich schon aus der Zeit, als sie noch in Hamburg ihrem jeweiligen Job nachgingen – beide haben von West nach Ost gewechselt. Kompotti trifft mit der Waffe nur aus 30 Metern Entfernung, und genau so weit steht Bendix von ihm entfernt, als sie im Wildpark aufeinander treffen. Bendix hat keine Chance, aber beide brauchen Hilfe, und sie helfen sich inmitten dieser bedrohlichen Distanz – wie „Freunde“. Das ist schon harter Tobak. Oder Zuneigung?
Zentrales Geheimnis, ein Spuk, ist das Mädchen Lena. Es kennt die Schreie des Waldes und die der großen Stadt, Lena schwimmt wie der Speerfisch und saust mit dem Cabrio durch die Straßen – dieser Roman ist ihre Zauberwelt, die großen Jahre der Komödianten. Ihr Vater, einst ein hohes Tier im Osten, erzeugte Liebe – er ließ am siechen Herrscher einen Fackelzug solange vorbeimarschieren – und zwar im Kreise! – bis der weinte vor Rührung und nie mehr abtreten wollte. Der Eichelhäher im Baume beschreit dann den jähen Zusammenbruch…
Unerwartete Wendungen und bizarre Situationen bereiten ein nahezu ätzendes Vergnügen. Der halb wahnsinnige Autor wirkt entfesselt: ein Serienkiller zieht durch die große Stadt und bringt die Schwerverbrecher um – die Polizei ist überflüssig – viel zu teuer! – wo soll das enden?
Die Presse schreibt zum Roman: „Untergründig aber geht es hier um sarkastisch camouflierte Verletzungen politischer und persönlicher Art, darum, wie ein Staat ein Individuum korrumpieren kann…“
Am Ende landet eine Yacht im Hafen von Babelin. Ein neues Märchen beginnt. Man sieht Lena an Bord gehen – dann fallen Schüsse. Und ein Kind liest vor:
„Ein Berbermädchen floh zur Zeit des zweiten Punischen Krieges vor den Römern, sie lief aus lauter Angst ins Feuer der brennenden Savanne – als plötzlich ein Löwe erschien und ihr zurief: „Spring auf!“ Sie sprang auf, und er rannte mit ihr durch die Flammen und die römische Belagerung. ‚Flieh mit dem Löwen!’ ist seitdem ein Sprichwort in Karthago.“

Der Roman „Flieh mit dem Löwen“ ist soeben im Verlag Shaker Media Aachen erschienen.
ISBN 978-3-95631-221-2, 404 Seiten, Paperback, 21,90 EUR
Ein Rezensionsexemplar gibt es kostenfrei über Shaker Media.

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