ARSENAL 2015 – Die Würde des Menschen ist unantastbar. Ist sie das?

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Die Würde des Menschen ist unantastbar. Ist sie das?
Neuste Arbeiten von Dikla Stern in Berlin

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Ist sie das? Wenn politische Verhältnisse dramatische Einbußen an Demokratie zeigen, wenn das Allgemeinwohl wirtschaftlichen Interessen unterliegt, wenn Menschen unter ihrer Würde behandelt werden. Und wenn der Schutz der Privatsphäre nicht mehr gewährleistet ist. Vom gläsernen Menschen unseres Internetzeitalters ist es nicht mehr weit zum Patienten, Untersuchungsobjekt medizinischer Forschung, oft unnötig operiert und überteuert untersucht. Als Kassenfüller von Weltfirmen und Lobbyisten manipuliert, zur Zielscheibe von Werbestrategien, in denen Ritalin und Prosac wie bunte Lutschbonbons klingen und Botox Schönheit verspricht.

Da stellt sich die Frage – wo bleibt der Mensch?

„Arsenal“, der Titel der Ausstellung, ist bewusst militärisch gewählt und konfrontiert den Betrachter mit dem Equipment aus dem medizinischen Alltag, mitunter als Polit- und Konsumbarometer. In Abwesenheit von Protagonisten wird die Präsenz der dargestellten Gegenstände verstärkt und die Auseinandersetzung mit dem eigentlichem „Ich“ gegenüber dem „Ding“ angeregt. Hier bietet sich die Möglichkeit, sich bewusst mit dem eigenen „Sein“ und der Endlichkeit auseinanderzusetzen, wie auch den Blick nach außen zu richten. Um durch Beobachtung und kritischer Hinterfragung zum Erkenntnisgewinn gesellschaftlicher Zusammenhänge zu gelangen, zu reflektieren, wo politische Unterlassung stattfindet, inwieweit der Mensch selbst schon Ware ist, zur Ware gemacht wird oder sich selbst dazu macht. Wo liegen die Kräfte, die permanent auf den Menschen wirken und seine verborgenen Ängste instrumentalisieren? Wer entscheidet über unsere Verletzlichkeit oder sind wir sogar selbst diejenigen, die bei allem und jedem mitmachen und dem nichts mehr entgegensetzen? Die lieber denkfaul sind und sich gemütlich und genüsslich auf der Spaßwelle treiben lassen, gehypt durch ein oberflächliches Lebensgefühl, um denjenigen zu imponieren, denen es eh egal ist.

Arsenal.

Instrumente, die in unseren Organismus eindringen, unsere Schutzhülle durchbrechen und uns präzise öffnen. Kühles Metall, fragiles Glas oder technisch funktional werden die Gegenstände in der Form übergroßer Spritzen, Skalpelle und Infusionsbeutel als auch Möbelstücke wie ein Pflegebett oder ein steriler Nachtisch, scheinbar unbelebt in einer ästhetischen und präzisen Darstellung aufbereitet. Der Betrachter erfährt über diese schön-unheimliche, wirklich-unwirkliche, unbelebt-lebendige Atmosphäre einen neuen Zugang zur Wahrnehmung einer gefühlten „Brutalität“ und findet Raum für weitere Assoziationen, mit all ihren Facetten und Varianten. So entsteht eine veränderte Perspektive der Wahrnehmung.

Kontaktdaten:
Ausstellungsort:
Mein Haus am See, Brunnenstrasse 197 – 198, 10119 Berlin – Mitte, U8 Rosenthaler Platz
Mo – So 0 bis 24 Uhr, Eintritt: kostenlos
www.mein-haus-am-see.blogspot.de

Ausstellungsdauer:
2. September – 6. Oktober 2015, während der ART WEEK BERLIN (15.-20.09.15) und der
Gallery – Weekend (17.-20.09.15)

The artist is present:
Freitag 18.09.15 (12-14 Uhr), Samstag 19.09.15, Samstag 26.09.15 (12-14 Uhr)/ Persönliche Termine auf Anfrage info@diklastern.com, www.diklastern.com

Firmenkontakt:
Mein Haus am See – Mikail Türk, Torstraße 125, 10119 Berlin, E-Mail:mikail.tuerk@mein-haus-am-see.com
Web:http://mein-haus-am-see.blogspot.de

www.mein-haus-am-see.blogspot.de

Firmenportrait:
„Mein Haus am See wurde Ende 2009 direkt am Rosenthaler Platz eröffnet und ist definitiv eine Bereicherung der Brunnenstraße. . Wandtatoos, geile 60er Jahre Möbel, Sofas, Sessel, Lampen, Bilder – ein bisschen wie ne Bar in London. Und… kostenloses WLAN. Das Publikum ist international wie in Amsterdam, London, Paris, Barcelona oder New York. Alternatives berlintypisches Ambiente, mit Stufen, auf denen man sitzen kann und Bücherregalen. Die Wände sind teils unverputzt und mit Cut-Outs versehen.Mein Haus am See wurde Ende 2009 direkt am Rosenthaler Platz eröffnet und ist definitiv eine Bereicherung der Brunnenstraße. . Wandtatoos, geile 60er Jahre Möbel, Sofas, Sessel, Lampen, Bilder – ein bisschen wie ne Bar in London. Und… kostenloses WLAN. Das Publikum ist international wie in Amsterdam, London, Paris, Barcelona oder New York. Alternatives berlintypisches Ambiente, mit Stufen, auf denen man sitzen kann und Bücherregalen. Die Wände sind teils unverputzt und mit Cut-Outs versehen…“ http://www.theclubmap.com