Die Gummibärchen-Collagen des Objektkünstlers Johannes Cordes

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Es sind die kleinen Gummibärchen, die den 1955 geborenen und aus dem Emsland stammenden Objektkünstler Johannes Cordes zu der Idee inspirierten, diese als Basismaterial für seine eigenwillige Kunstform zu nutzen: Collagen aus mehreren Tausend, in aufwendiger Arbeit eingefärbten, Gummibärchen. Das süße Material schafft zum Beispiel eine ungewöhnliche Marylin-Aura: Der Megastar im Raster kleinteiliger Ziehbonbons. Das ist Pop Art pur. Die Traumfrau von der Leinwand, vom Künstler Cordes liebevoll „Bärilyn“ genannt, in der Fasson fixierter Gummibärchen, entpuppt sich als Musterexemplar für Mythos-Beschwörung.

Nicht nur Arbeiten von Leonardo da Vinci über Tamara de Lempika bis Roy Lichtenstein, Andy Warhol oder Keith Haring werden faszinierend interpretiert, sondern eigene, der Pop Art zugewandten Kreationen, setzen das i-Tüpfelchen auf diese Kunstform durch den Gebrauch des Konsumartikels.

2002 entstand die Idee, die Cordes dann 2003 erstmals künstlerisch umsetzte. 2004 nahm er mit seinen Collagen erstmals als Nebenaussteller zu „100 Jahre Salvador Dalí – Das goldene Zeitalter“, im Barockschloss Bruchsal teil und erregte mit seinen großformatigen Hommagen an den großen, 1989 verstorbenen Surrealisten Aufsehen. Zahlreiche Einzelausstellungen folgten, die ihm über die Grenzen hinaus Rang und Namen verliehen.

Auftragsarbeiten zur Porträtserie des Haribo-Firmengründers Hans Riegel und seiner Frau Gertrud, sowie den Söhnen Dr. Hans und Paul Riegel sowie Thomas Gottschalk folgten. Mittlerweile gehören zum Werk des Künstlers neben seinen großformatigen Collagen auch seine Objektkästen „it´s life“.

Die größte Herausforderung wird für Cordes ein Konzertflügel sein, bearbeitet mit den unterschiedlichsten Süßigkeiten. An dessen Entwurf und Umsetzung experimentiert er schon seit einigen Jahren und hofft, diese Idee noch in diesem Jahr umsetzen zu können.

Johannes Cordes lebt und arbeitet im Emsland, sein Atelier befindet sich in der Schwefinger Straße 13 in Meppen. Infos unter www.baerilyn.de

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