Black and White Collector´s Cut

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18. 02. – 09. 04. 2017
Gruppenausstellung u.a. mit Arbeiten von Hilmar Boehle, Botond, Herbert Egl, Leo Erb, Herbert Falken, Thomas Gatzemeier, Teresa Gejer, Peter Gilles, Gottfried Helnwein, Birgit Kahle, Jürgen Klauke und Ed Sommer

Das Sammeln ist eine unverzichtbare menschliche Eigenschaft, um sich die Welt anzueignen. Eine private Sammlung folgt in erster Linie einer ebenso privaten Passion. In der Regel überdauert sie ihren Besitzer, sie ist auf Reisen, von der einen in die andere Hand und wandert zwischen Entdeckung, Wertschätzung und Vergessen durch die Zeit.
In der Ausstellung Black and White Collector´s Cut finden sich Arbeiten aus privaten Sammlungen, die wir als Galerie seit 80iger Jahren begleiten und zum Teil maßgeblich mit geprägt haben. So entsteht mit dem Sammeln auch Geschichte, die sich an Begegnungen, Erlebnissen und Entscheidungen festmacht, die von kulturellen Leistungen und gesellschaftlichen Entwicklungen, von Vorstellungen und Haltungen erzählt.
Es finden sich Arbeiten aus den verschiedensten Stilrichtungen. Von minimalistischen Ansätzen wie Zero bis hin zur stark gestischen Haltung des Informel ist eine große Bandbreite vertreten. Viele Künstler der einen Kollektion sind documenta-Teilnehmer, waren oder sind Kunstprofessoren und immer noch aktiv im Kunstbetrieb. Die andere Sammlung gibt einen Einblick in die Kunst der 1980er Jahre und der Kölner Kunstszene und umfasst zum anderen Stammeskunst aus Papua-Neugiuinea, Benin und den Philippinen. Die hier vorgestellte Auswahl umfasst Zeichnungen, Malerei, Objekte und Fotografie und setzt ihren Focus auf den Kontrast. Schwarz und Weiß sind die beiden Nichtfarben im Farbenkreis, sie stehen für das Essen¬tielle, für den extremen Gegensatz. In den verschiedensten Kulturen wird es als Zeichen für Polarisierungen verwendet, ob als Symbol für das chinesische Yin und Yang, für Licht und Dunkelheit, für Gut und Böse oder für Leben und Tod. Ob ganz reduziert oder expressiv scheint dem Ausdruck keine Grenze gesetzt. In der Kunst hat Kasimir Malewitsch 1915 sein schwarzes Quadrat programmatisch als Fanal der Moderne auf einen weißen Grund gesetzt. Ob in der Op Art, minimal Art, im Zero usw. bediente sich die Kunst dem Spiel mit dem Kontrast.
So vielfältig die Sammlungen sind, die hier vorgestellt werden, so unterschiedlich sind auch die künstlerischen Positionen. Unter den Arbeiten der Ausstellung ist neben einem Linienbild von Leo Erb, der zu den Zero Künstlern zählt, eine seltene Arbeit der gestisch symbolischen Bilder von Ed Sommer zu sehen.
In den großformatigen Zeichnungen von Herbert Falken, wird die menschliche Kreatur, in ihrem Widerstreit mit sich selbst, mit Krankheit, der Welt und mit Gott zum Thema. Vergänglichkeit, Zerstörung und Tod sind auch die Hauptthemen der Kunst von Jürgen Brodwolf, die sein gesamtes Œuvre durchziehen. Die große Blei Skulptur ist ein charakteristisches Beispiel dafür, denn sie verweist auf die Endlichkeit des Menschen. Die Arbeit „Eine Ewigkeit ein Lächeln“ die zur 14-teiligen Sequenz „Viva Espana“ gehört, zeigt Jürgen Klauke und seine Partnerin visuell zu einem Körper vereint. Vor schwarzem Hintergrund sind ein im schwarzen Anzug gekleideter Mann und eine auf ihre Beine reduzierte Frau in verschiedenen erotisch aufgeladenen akrobatischen Stellungen zu sehen. Individualität und geschlechtliche Identität lösen sich auf. Neben der Papierarbeit von Hetum Gruber der ebenfalls zu den documenta 6 Künstlern zählt, stehen die Arbeiten von Hilmar Boehle. Aus der Kölner Kunstszene sind neben Jürgen Klauke, die Künstler Peter Gilles und Birgit Kahle hervor zuheben.

Vernissage
17. 02. 2017
19 – 22 Uhr

Kontaktdaten:
Galerie Koppelmann – Kunstwerk Nippes

Baudristr. 5
50733 Köln

+49 221 7328497

www.kunstwerk-nippes.de
info@kunstwerk-nippes.de



Öffnungszeiten:

Do.-Fr. 15 – 19 Uhr

Sa. 11 – 15 Uhr
 und nach Vereinbarung

Firmenportrait:
Die Galerie Koppelmann wurde 1979 gegründet. Zwischen 1994 – 1997 wurde sie unter dem Namen Chapel Art Center mit Ausstellungsräumen in Deutschland, Frankreich und den USA geführt. Seit 2008 arbeitet die Galerie unter dem Namen Galerie Koppelmann – Kunstwerk Nippes und zeigt experimentelle Projekte, ungewöhnliche Rauminstallationen sowie klassische Ausstellungskonzepte. Die beiden Schwerpunkte liegen in zeitgenössischer bildender Kunst und Fotografie.