FOOTPRINTS – Der Mensch als ein Treiber der Zerstörung der Welt. Eröffnung einer provozierenden Installation im KUNSTWERKBERLIN mit Werken von Mátyás Varga

fullsizerender-4„Mein Grundgedanke zu dieser Installation ist, die allgegenwärtige, aber schwer zu begreifende Umweltzerstörung haptisch und optisch für jede Besucherin und jeden Besucher sinnlich spürbar zu machen: Man betritt das aus unterschiedlichen Komponenten und insgesamt achtundzwanzig Einheiten zusammengesetzte Kunstwerk mit den bloßen Füßen!
Der Gang durch die Ausstellung wird unsicher auf den mit Gel und Kunstfischen gefüllten Matten. Beim Zertreten der Fische erlebt die Besucherin und der Besucher, wie Lebewesen unter jedem Schritt vergehen – die Schöpfung wird von uns mit Füßen getreten und jeder Tritt hinterlässt dabei einen flüchtigen, aber zerstörerischen Fußabdruck: Footprints. Ein im Raum befindliches Fischaquarium mit artgerecht gehaltenen Fischen dient der Assoziation zur lebendigen Realität.
In einem weiteren Bereich der Ausstellung läuft man über künstlerisch interpretierte Himmelserscheinungen als Aluminiumgravuren und bekommt eine Vorstellung von der eigenen Unfähigkeit, sich als nachhaltigen Anteil im großen Ganzen und einer permanenten Wechselwirkung zu begreifen. Der eigenen Verantwortung in diesem zerstörerischen Akt entkommt man nicht, was an den Wänden angebrachte Spiegel penetrant reflektieren. Eine blutverschmierte Wanne vor dem Eingang flankiert den Vernichtungsgedanken.

Alle Komponenten der Ausstellung können als Einzelteile erworben werden: Die vierzehn Aluminiumgravuren sind mit einer Flootplexischeibe abgedeckt und fixiert, sie können ohne Weiteres an der Wand angebracht werden. Die vierzehn Gelmatten wiederum sind einzeln als ein am Boden auszulegendes Kunstwerk zu erstehen.

Umweltnahen und anderen Einrichtungen stellen wir die gesamte Schöpfung gern als Ausstellungsprojekt zur Verfügung.“
(Mátyás Varga, August 2017)

Kontaktdaten:
Vernissage Dienstag, 05.09.2017 um 19.00 Uhr
Laufzeit 05. September bis 15.Oktober
Teilnahme am Festival of Lights 06. bis 15. Oktober 2017,Kategorie „Kiez im Licht“
und der „Nacht der offenen Türen“ am 07.Oktober 2017
Geöffnet Mittwoch bis Samstag von 14 bis 19 Uhr, sowie nach Vereinbarung

Ausstellungsraum KUNSTWERKBERLIN
Kirchstraße 1
10557 Berlin
Telefon: +49 (0)30 3983550
galerie@kunstwerkberlin.berlin

Firmenportrait:
Kunstwerkberlin stellt Werke etablierter künstlerischer Positionen vor und versteht sich als professionelle Vermittlerin im Primär- und Sekundärmarkt zwischen Kunst und Betrachter, Künstler und Kunstmarkt.

Weiße Wände – Haltmachen vor dem Höhepunkt.
Das Konzept dieses Ausstellungsraumes ist zunächst ein herkömmliches
Vorstellen von künstlerischen Positionen.
Ich habe den Ausdruck Galerie deshalb immer vermieden, weil eine Galerie immer eine Künstlervertretung ist. Dies würde mein zeitliches Potenzial übersteigen, bei laufenden eigenen künstlerischen Projekten. Es bleibt, eine Auswahl zu treffen und diesen Künstlerkollegen die Möglichkeit zu bieten, eine Präsentation in Berlin zu realisieren.
Ich denke, ich war immer schon standsicher genug, was das anging, und hatte komischerweise immer schon kaum Berührungsangst, was die kollegiale Konkurrenz anbetraf, als dass ich nicht zugegeben hätte, wenn mir Arbeiten meiner Kollegen gefielen. Eine logische Folge davon ist vielleicht diese entstehende Plattform, die der Begegnung und nicht dem sprichwörtlichen Löffel Wasser, in dem man die Konkurrenten am liebsten ersaufen möchte, wie man es im Ungarischen ausdrückt, dienen soll, sondern dem Gespräch. Ich zeige, was mir gefällt, ich zeige, was mich vielleicht auch inspiriert und zeige von Zeit zu Zeit auch, wie es in mir aussieht, was aus dieser und anderen Inspirationen geworden ist…“ (Mátyás Varga, Kurator & Geschäftsführer; Vargaart.com)