OPEN CALL: Futureless Gruppenausstellung

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Für die Gruppenausstellung “Futureless”, die vom 1. bis zum 9. April 2020 im SomoS Art House in Berlin stattfindet, ruft das SomoS-Kuratorenteam zu Bewerbungen für performative Vorträge / Projekte, temporäre Installationen, zeitbasierte Kunstwerke und Diskurs-basierte Kunst auf, die sich kritisch und radikal mit queeren / feministischen* Zukunften auseinandersetzen, einschließlich:
● Die Rolle von Vorstellung, Fantasie und Spekulation in der Gestaltung alternativer Zukünfte.
● Digitalisierung, technologische und wissenschaftliche Entwicklung.
● Weltliches, ökonomisches und umweltbezogenes Prekariat.
● Öko-Sexualität und die Beziehungen zwischen Menschen und dem Rest der Natur.

Einsendeschluss: 26. Januar. 2018, Mitternacht
Anmeldegebühr: Keine
Teilnahmeberechtigung: Künstler jeden Faches

Thema

Ausgehend von ihren politischen Wurzeln bieten queere/feministische Identitäten und Handlungen alternative Perspektiven, wie die Gesellschaft kontinuierlich geformt und umgeformt werden kann. In Angesicht des verblassenden kapitalistische Traums von Fortschritt erkennt die Gruppenausstellung Futureless in der Geschichte des queeren/feministischen Futurismus Möglichkeiten, die durch Vorstellung geschaffen werden können; die Schriften von Octavia Butler und Samuel R. Delany, Filme wie Born in Flames von Lizzy Borden, Fluido von Shu Lea Chang und der Kult-Klassiker Rocky Horror Picture Show, sowie die Kunst von Julia Huxtable und Rebecca Belmore, all diese und mehr kommen einem dabei in den Sinn.

Der Verlust der Zukunft, einst als großartig und vielversprechend vorgestellt, lässt uns in einem zukunftslosen Zustand zurück. Solch ein Zustand mag sich zugleich leer und unheilvoll anfühlen, kann aber auch als enorme und vielversprechende Stätte für spekulative Fiktion dienen. In dieser zukunftslosen Leere können queere/feministische Antworten auf Fragen nicht nur zunehmend relevant, sondern auch klarer verständlich werden. Wenn die Zukunft zu fehlen scheint, was bedeutet das für queeres/feministisches Denken? Wie können wir die Gegenwart so erträumen und interpretieren, wie wenn wir sie von der Zukunft aus betrachten würden?

Künstler könnten sich folgende Fragen stellen:
● Welche mythologischen, fantastischen oder übernatürlichen Perspektiven sind vorteilhaft für ein Leben auf einem prekären Planeten?
● Wie sieht eine queere/feministische Utopie aus? Wie sieht im Kontrast dazu eine queere/feministische Dystopie?
● Was ist die Zukunft von Gender?
● Wie können wir ein queeres/feministischse Ökosystem fördern?
● In welchem Ausmaß ist der ökologische Kampf ein Kampf um universelle Emanzipation?
● Wie können wir Rituale ausüben, um den Verlust der Zukunft anzuerkennen?
● Was sind die Verknüpfungen zwischen queeren/feministischen Perspektiven auf die Zukunft und anderen, die aus Minderheitenpositionen z.B. dem Afrofuturismus, dem Transfuturismus, dem Indigenen Futurismus und der Entkolonisierung entstehen?

Bewerbungen zu Futureless sollten einen detaillierten Plan für die Kunstwerke enthalten. Wir suchen installationsbasierte Kunstwerke: Arbeiten, die temporär, partizipativ und / oder interaktiv sind, wie zum Beispiel Performances. Arbeiten, die langsam Gestalt annehmen, Arbeiten, die während der Ausstellung vor Ort entstehen und Arbeiten, die eine eigene Lebenswelt erschaffen oder diese Lebenswelt als Kulisse für eine Performance nutzen.
Sowohl existierende als auch neue Arbeiten sind zur Teilnahme berechtigt.
Ausgewählte Künstler sind eingeladen, an einer Ausstellung im SomoS Art House in Berlin teilzunehmen, die vom 1. bis 9. April stattfindet.

Für weitere Informationen und um Ihre Bewerbung einzureichen: https://somos.media/k0

* Um häufige Fragen bezüglich Gender und Sexualität zu berücksichtigen, haben wir sowohl queere und feministische Perspektiven in diesen offenen Aufruf mit einbezogen. Wir freuen uns über Einreichungen, die sowohl queer als auch feministisch sind, aber auch Einreichungen, die sich eher dem einen oder dem anderen Begriff annähern. Das wollten wir mit der Formulierung „queer/feministisch“ verdeutlichen.

Kontaktdaten:
somos@somos-arts.org
https://somos.media/k0

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