Blacklivesmatter – Fotografen berichten von ihren Erfahrungen

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Seit dem Tod von George Floyd am 25. Mai sind weltweit Zehntausende auf die Straße gegangen, um Gerechtigkeit und ein Ende des institutionellen Rassismus zu fordern.
Die Proteste, Märsche und Demonstrationen zur Unterstützung der Black Lives Matter-Bewegung haben mittlerweile nationale und internationale Gespräche über Rassismus sowie Veränderungen in Politik, Wirtschaft und Medien ausgelöst.

Die Shutterstock-Fotografen Steven Eloiseau und Giles Harrison haben die Black Lives Matter-Proteste in New York und LA begleitet und geben Einblicke in ihre Erfahrungen bei der Dokumentation dieser historischen Bewegung.

Wie fühlt es sich an, die aktuellen Ereignisse zu dokumentieren?

Steven Eloiseau: „Derzeit ist es schwierig, zu ignorieren, was da draußen vor sich geht. Zum ersten Mal seit einer Weile melden sich wieder viele Menschen zu Wort, Stimmen werden gehört, Gesetze werden verabschiedet, Forderungen werden erfüllt – das ist wirklich großartig. Aber wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns, und ich bin froh, dass die Menschen die Wirkung von Protesten erkennen.“

Giles Harrison: „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, die Geschichte auf diese Weise zu dokumentieren. Aus journalistischer Sicht gibt es ein gewisses Maß an leidenschaftsloser Objektivität, die man bei der Arbeit an den Tag legen muss und die sicherlich mit meinen Gefühlen spielt. Aber man hat auch Respekt vor den Momenten, die man festhält, und vor den Geschichten, die man erzählen will.
In erster Linie geht es beim Fotografieren darum, einen flüchtigen Moment festzuhalten, der das Motiv, das man fotografiert, definiert. Diese Proteste sind voll von solchen Momenten, wie wir sie vielleicht nie wieder sehen werden. Heutzutage verfügt fast jeder über ein Gerät zum Fotografieren, aber nur sehr wenige dieser Menschen haben die Fähigkeit, das wahre Wesen eines Moments einzufangen, und das ist es, was wir Fotografen meiner Meinung nach momentan tun.“

Wie ist es als schwarzer Fotograf bei den Protesten dabei zu sein?

Steven Eloiseau: „Es sind viele verschiedene Emotionen, die ich bei der Dokumentation dieser Proteste empfinde. Ich sehe mich selbst während der Demonstrationen nicht als Fotograf, denn auch ich kämpfe. Ich laufe, rufe und weine mit allen anderen.“

Wie findet man bei Protesten die richtigen Momente, die es einzufangen gilt?

Steven Eloiseau: „Wenn man bei einem Protest fotografiert, ist es leicht, großartige Fotos von Personen zu machen, die alle dasselbe tun. Ich versuche, nach den Protestierenden Ausschau zu halten, die etwas anderes tun als die anderen. Zudem suche ich nach Personen, die dem Geschehen sehr emotional verbunden zu sein scheinen. Durch die aktuelle Corona-Pandemie tragen die Menschen Masken bei den Demonstrationen. Ich erkenne diese Emotionen dann in ihren Augen.“

Giles Harrison: „Ich versuche, Momente wahrer emotionaler und dramatischer Verbundenheit auf meinen Bildern festzuhalten. Alles, was den Menschen hilft, das Ausmaß und die Ernsthaftigkeit dieses Augenblicks in unserer Geschichte zu erkennen.“

Welche Rolle spielt das Bildmaterial in der Black Lives Matter-Bewegung?

Giles Harrison: „Als Nachrichtenfotograf geht es darum, die Realität. Daher müssen die Menschen die Echtheit der Themen, über die wir berichten, in den Details erkennen können.
Der Auslöser für diese Proteste war der sinnlose Tod von George Floyd, und der einzige Grund, warum die Welt genau weiß, was ihm zugestoßen ist, ist, dass Darnella Frazier seine Verhaftung und Behandlung durch die Polizei von Minneapolis mit ihrer Handykamera aufgenommen hat. Stellen Sie sich vor, was passiert wäre, wenn sie diese Momente nicht gefilmt hätte. Nichts – und wir würden nun nicht protestieren und darum kämpfen, dass sich das System ändert.“

Foto: Steven Eloiseau/Shutterstock

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