Jiyeon Kim – Meme Paintings

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Einzelausstellung, Malerei

09.06.2020 14 Uhr – 27.06.2020 19 Uhr

Jiyeon Kim ist eine aus Südkorea stammende Malerin; Ihre Arbeit zielt darauf ab, die Wege des Individuums, sich in der digitalen Ära zu repräsentieren, zu erforschen. In ihre vielschichtige Acrylmalerei portraitiert sie Individuen, und kombiniert dabei Realismus mit Abstraktion. Die Künstlerin möchte menschliche Emotionen auf zeitgemäße Weise darzustellen, wobei sie einen besonderen Fokus darauf legt, zu zeigen, wie sich unsere Einstellungen zu Darstellungen des Gesichts und der Figur mit dem Aufkommen von Technologie geändert haben.

Zuvor schuf Kim eine Reihe von Acryl-Porträts von Personen, die sie auf Tinder gefunden hatte. Angetrieben durch ihr Interesse dafür, wie wir uns auf sozialen Medien repräsentieren, untersuchte sie, ob die Fotos, die wir auf Tinder, Facebook oder Instagram posten, tiefere, unbewusste Verlangen ausdrücken können.

Im Zuge ihrer jüngsten Ausstellung bewegt sich Kim über bloße Portraits hinweg, geht von Selfie zu Story, um neue und komplexere Ideen über die Arten der Interaktion mit dem Internet und dessen gedankliche Nachwirkungen zu erforschen. Inspiriert durch die enormen Fluten an Bildern und Nachrichtenartikeln, die uns jeden Tag konfrontieren, schafft Kim collagenartige Bilder von übereinandergeschichteten Elementen, die auf einer einzelnen Leinwand zusammengestellt wurden. Diese Bilder stellen ein visuelles Nachbild der fragmentierten Foto- und Textstücke dar, die Kim nach einem Besuch des Internets im Gedächtnis behalten hatte, und eine Komposition schaffen, die sowohl Elemente der Wahrheit als auch der Fiktion enthält.

Kims persönliche Erfahrung hat etwas Universelles. Durch die Filter unseres eigenen Geistes, der selbst jeden Tag zahllosen Informationen ausgesetzt ist, werden Geschichten verzerrt und modifiziert. Kims Arbeit trachtet danach, diese Verzerrung visuell darzustellen.

Über Jiyeon Kim:

Jiyeon Kim erhielt einen Bachelor of Fine arts an der Sung Kyun Kwan-Universität in Seoul, und besuchte bis 2015 die Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim im Studiengang Innenarchitektur. Zudem hielt sie drei Solo-Ausstellungen in Berlin ab und nahm an mehreren Gruppenausstellungen und Seoul, Leipzig und Berlin und an der “Art…Essenz 2016” teil. Sie wurde 2018 für den EB-Dietzsch-Kunstpreis nominiert.

Kontaktdaten:
SomoS Art House Berlin, Kottbusser Damm 95, 10967 Berlin

https://www.somos-arts.org/

Firmenportrait:
SomoS Berlin steht als Nachfolger des Kunstraum Richard Sorges in seiner Absicht, einen Raum zur Präsentation und auch zur Gestaltung von Kunst anzubieten. In enger Abstimmung mit Künstlern, Gruppen und Kuratoren wurde neben eigenen Ausstellungen und Kunst-Veranstaltungen ein offener Rahmen geschaffen, der als eine Plattform für neue künstlerische Konzepte und Kooperationen dient.

SomoS‘ Mission ist es, einen internationalen offenen Rahmen für innovative Kunst, kuratorische Projekte, Bildung und kreative Zusammenarbeit zu schaffen. SomoS‘ nichtkommerzielle Ausstellungen basieren auf Ausschreibungen und kuratorische / künstlerische Vorschläge, und werden von Art Councils, Universitäten, Philanthropen, Förderern, Freiwilligen, Praktikanten und Mitarbeitern unterstützt. Die von SomoS angebotene Ausstellungen, Performances, Seminare und Künstlergespräche sind für die Öffentlichkeit kostenlos und zielen darauf ab, Interesse, Diskussion, und Zusammenarbeit zu fördern, indem sie das einzigartige positive Vereinigungspotential der Kunst aktivieren.

SomoS sieht sich als Inspirationsquelle, die selbst die Innovationen und Strömungen in seinem Umfeld reflektiert und ihnen einen professionellen Rahmen bietet.