Mauern niederreißen – eine literarische Hilfestellung

Ja, es ist hart in diesen Tagen. Corona beeinflußt uns nicht nur gesundheitlich und wirtschaftlich extrem, sondern öffnet auch Gräben wo einst noch Brücken standen. Dieser schwülstige Satz ist nicht nur so daher gesagt, er trifft es genau auf den Punkt. Denn seien wir mal ehrlich, entweder ist man auf der einen Seite oder auf der anderen. Will sagen, ein Teil der Bevölkerung sieht alle Maßnahmen, die zur Sicherheit von der Politik ergriffen werden kritisch und der andere Teil fügt sich dem unvermeidbaren Einschränkungen den das Virus nun mal mit sich bringt. Das wäre soweit ja auch nicht verwerflich, denn es gab ja schon immer einen gesunden Diskurs, doch meiner Meinung nach tut sich hier etwas auf, was die Pandemie noch lange überdauern wird. Diese Kluft zwischen den Ansichten zur Lage der Nation scheint fast schon absolut und tut sich sogar mitten in Familien auf. Familien die vorher wie eine Einheit aufgetreten sind, werden nun durch die verschiedenen Sichtweisen auf die Situation auseinandergerissen. Die wahre Katastrophe ist also der Verlust des Friedens im innerfamiliären System. Doch wie kann man das verhindern, wie kann man sich die Hand oder sollte man besser sagen den Ellenbogen, reichen um alles wieder einzurenken? Mauern überwinden heisst die Devise. Das Buch „Du und ich“ von Ar’Eliah-Sha’ar könnte einen Lösungsansatz liefern, denn zuerst muss man sich darüber im Klaren sein wer man selbst ist und was man für sich und die Welt überhaupt möchte. Denn eines wollen wir garantiert alle gemeinsam: Frieden. Sei es auf internationaler, nationaler, familiärer oder der Ich-Ebene. Gehen wir also mal in uns selbst und fokussieren uns auf genau das was wirklich wichtig ist. Die Menschen, die uns auch beistehen würden, wenn eine schlimme Krankheit über uns hereinbricht. Die Menschen, die bei der Arbeit zusammen mit Dir täglich etwas bewegen. Ja, sogar die Menschen, die jeden Morgen auf der Strraßenseite gegenüber einen guten Start in den Tag wünschen sind wichtig für einen selbst. Man muss nicht immer gleicher Meinung sein, aber jemanden anderen bekehren zu wollen ist einfach nicht fair und schadet dem Frieden. Gehen wir in uns und lassen uns nicht von diesem Virus auseinanderbringen. Ja, es ist eine eine Art Kunst dies zu vollbringen, aber der Mensch kann viel wunderbares erschaffen und auch reparieren. Packen wir es an und reißen die Mauern nieder.