Carrion – Vergänglichkeit und Regeneration – Einzelausstellung Serge Serum

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SomoS präsentiert eine Auswahl von Gemälden, Fotografien, Wandmalereien und Installationen des mexikanisch-amerikanischen Künstlers und SomoS Artist-in-Residence Serge Serum. Ein Künstlergespräch findet am 18. Juni 2021 um 19 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Vom 15. bis 26. Juni 2021 präsentiert SomoS die Einzelausstellung Carrion mit Gemälden, Fotografien, Wandmalereien und Installationen des mexikanisch-amerikanischen Künstlers Serge Serum (1993, Los Angeles). Ein Artist Talk findet am 18. Juni 2021 um 19 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.
Serums düsteres Werk, das den Ausstellungsraum in einen Ort der existenziellen Kontemplation verwandelt, zeigt einen Kreislauf von Gewalt, Tod, Verfall, aber auch Regeneration.
Für Literaturliebhaber mag der Titel der Ausstellung an das Gedicht Carrion aus Charles Baudelaires Les Fleurs du Mal erinnern, welches Sterblichkeit und Fäulnis, grausame Sinnlichkeit und Wiedergeburt feiert. Aber auch den Körperhorror in Videospielen und Zombiefilmen wird angesprochen. Aas taucht auch im religiösen Denken auf, wo es neben dem Sperma als Tabu galt. Serums Wahl dieses Themas mag eine Faszination für die Dinge, Subjekte und Individuen darstellen, die von der Gesellschaft abgelehnt werden.
Kunsthistorisch gesehen, steht Serums künstlerische und philosophische Auseinandersetzung mit der Schönheit des Verfalls in einer reichen Tradition der ästhetischen Morbidität, wie sie in der klassischen Vanitas-Malerei oder in der psychologischen figurativen Malerei des 20. Jahrhundert zu finden ist.
Serum arbeitet intuitiv, verwendet manchmal persönliche oder inszenierte Fotografien als Referenz oder schöpft aus Erinnerungen an sein Aufwachsen in Los Angeles und Mexiko. In seinen Mixed-Media-Arbeiten kombiniert der Künstler Techniken wie Ölmalerei, Pastellkreide, Spraypaint, und Collage. In einem Akt kreativer Selbstzerfleischung zerpflückt Serum seine früheren Bilder und haucht dem toten Material neues Leben ein, indem er es zu neuen Werken collagiert.
Das Ergebnis sind schonungslose, oft düstere und gewalttätige Darstellungen der conditio humana, die dennoch einen Schimmer von Licht in sich tragen, zum Beispiel in zarten Darstellungen von Trauerblumen.

Über Serge Serum:

Serge Serum ist ein autodidaktischer mexikanisch-amerikanischer Künstler, der zwischen LA und New York lebt. Nachdem er Graffiti aufgeben musste, weil es zu gefährlich wurde, begann Serum, psychologische Porträts auf Leinwand zu malen. Serum hatte bereits mehrere Einzelausstellungen, darunter Lingered Memories bei Last Projects, Los Angeles, 2019; “Left Uncertain…,” in der James Black Gallery, Vancouver, 2018; “Yours Truly,” in der The Ou Gallery, Duncan BC, 2018; “To Take Comfort,” in der Contemporary Gallery, Los Angeles, 2017; und “Wayward Fantasies,“ im Funeral Diner, Portland, 2017. Neben seiner Künstlerresidenz bei SomoS im Jahr 2021 nahm Serge an Residency Unlimited, in Brooklyn, NY (2019); James Black, Vancouver, Kanada (2018); und an The Ou, Vancouver, Kanada (2018) teil.

Kontaktdaten:
https://www.somos-arts.org/carrion/
SomoS, Kottbusser Damm 95, 1.OG, 10967 Berlin

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SomoS ist ein nicht-kommerzieller, von Künstlern geführter Kunstraum mit dem Schwerpunkt auf interdisziplinären Projekten, generationsübergreifender Gemeinschaft und Vielfalt, gegründet 2012. Es ist SomoS‘ Mission, einen internationalen offenen Rahmen für innovative Kunst, kuratorische Projekte, Bildung und kreative Zusammenarbeit zu schaffen. Die von SomoS angebotene Ausstellungen, Performances, Seminare und Künstlergespräche sind für die Öffentlichkeit kostenlos und zielen darauf ab, Interesse, Diskussion, und Zusammenarbeit zu fördern, indem sie das einzigartige positive Vereinigungspotential der Kunst aktivieren.