Ambactia Memoria

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Die von Vanesa Peña Alarcón (ES) kuratierte Gruppenausstellung „Ambactia Memoria“ in SomoS präsentiert eine breite Auswahl von Werken aus den Bereichen Skulptur, Malerei, Installation, Textilkunst, Video und Performance, die sich mit dem Erbe des „Hispanicness“ auf globaler Ebene befassen.

KünstlerInnen: Andrés Argüelles Vigo (PE), Silvana Solivella (CH), Constanza Camila (CL), Ricardo Candía (CL), Adriana Bickel (GT), Carlos Gárate (ES), Virginia Lázaro (ES), Abel Azcona (ES), Maria Amparo Gomar Vidal (ES), Homo Velamine (ES), Miguel Buenrostro (MX)

Die präsentierten Arbeiten dekonstruieren Vorstellungen von Hispanoamerikanismus und stellen sich gemeinsam dessen zukünftige Transformation vor. Das von Alarcón im Rahmen einer SomoS Curatorial Residency entwickelte kuratorische Projekt erforscht dieses Thema kühn an der Schnittstelle zwischen Feminismus, Transkulturalität, Dekolonisierung und (post)migrantischen Ansätzen.

„Ambactia Memoria“ umfasst Werke von Künstlern aus drei Kontinenten und stellt eine internationale Kritik an der stereotypen Darstellung der hispanischen Identität dar. Nach Ansicht der Kuratorin ist diese Darstellung des Hispanoamerikanischen herablassend und bietet lediglich eine einseitige Perspektive auf die Geschichte und das kollektive Gedächtnis. Stattdessen zeigt Ambactia Memoria alternative Perspektiven auf die Traditionen, die Geografie, die Identität, die Tropen und die Kultur, die mit dem Hispanoamerikanischen verbunden sind.

Die KünstlerInnen in dieser Ausstellung haben die Darstellung der hispanischen Identität selbst in die Hand genommen und Werke geschaffen, die sowohl mit westlichen künstlerischen Konventionen als auch mit panspanischen Tropen konkurrieren und davon abweichen. Zu den Beispielen gehören Solivellas traditionelle Webarbeiten, die durch die Versalzung des Meeres versteinert sind, Candías Schädel, die mit Fotografien indigener Selk’Nam-Gesichter bedruckt sind, und Vidals Erforschung des Generationentraumas in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Franco-Opfer von Paterna. Ebenfalls in Ambactia Memoria enthalten ist ein Musikstück des Künstlers Miguel Buenrostro.

Weitere Künstler in Ambactia Memoria sind der peruanische Maler Andrés Argüelles Vigo, die in München lebende Textilkünstlerin Constanza Camila aus Chile, die Installationskünstlerin Adriana Bickel aus Guatemala, der Klangkünstler Carlos Gárate, die Schriftstellerin Virginia Lázaro, der bildende Künstler Abel Azcona und das politisch engagierte Kollektiv Homo Velamine aus Spanien.

In einer globalen Umgebung, die immer noch mit den Auswirkungen von Krieg und Kolonialismus zu kämpfen hat, ist es heute wichtiger denn je, dass übersehene, missverstandene und neu erschaffene alternative Perspektiven in den Vordergrund gerückt werden, um unser Verständnis von Geschichte, Tradition, Identität und der globalen Gemeinschaft zu erweitern.

Verpassen Sie nicht die Ausstellung Ambactia Memoria, die vom 7. bis 19. September, Dienstag bis Samstag, 14 bis 19 Uhr bei SomoS zu sehen ist.

Die Ausstellung kam zustande mit freundlicher Unterstützung von Comunidad de Madrid, Ville de Lausanne, Government of Peru / Bicentenario de la Independencia del Perú.

Kontaktdaten:
SomoS, Kottbusser Damm 95, 1.OG, 10967 Berlin (U8 – Schönleinstraße)
https://www.somos-arts.org/ambactia-memoria/

Firmenportrait:
Über SomoS:
SomoS ist ein nicht-kommerzieller, von Künstlerinnen und Künstlern betriebener Kunstraum mit Schwerpunkt auf interdisziplinären Projekten, generationenübergreifender Gemeinschaft und Vielfalt, der 2012 gegründet wurde. In Zusammenarbeit mit aufstrebenden Künstlern und Künstlerinnen bietet SomoS Raum, Wissen und Ressourcen für die Produktion, Präsentation und Reflexion von Kunst. Das engagierte Programm von SomoS mit Ausstellungen, Performances, Seminaren und KünstlerInnengesprächen ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich und zielt darauf ab, Interesse, Diskussion, Zusammenarbeit und Verständnis zu wecken, indem es das einzigartige positive, verbindende Potenzial der Kunst aktiviert.

Uber die Kuratorin Vanesa Peña Alarcón
Die spanische Kuratorin und Kulturmanagerin Vanesa Peña Alarcón möchte mit ihrer Arbeit die Grenzen des Fachgebiets Kunstgeschichte erweitern, indem sie unterschiedliche Sichtweisen einbezieht und einen interdisziplinären Ansatz zur Diskussion und Präsentation von Kunst verfolgt. Vanesa Peña Alarcón erwarb ihren Bachelor-Abschluss in Kunstgeschichte an der Universität Complutense in Madrid und ihren Master-Abschluss in Kulturtheorie und -kritik an der Universität Carlos III, den sie mit Auszeichnung absolvierte und an beiden Universitäten Stipendien erhielt. Sie erhielt Stipendien des Ministeriums für Bildung und Kultur und des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten, der Europäischen Union und Zusammenarbeit der spanischen Regierung, um ihre Arbeit international in China (Instituto Cervantes), den USA (Botschaft von Spanien) und Deutschland (SomoS Arthouse) zu entwickeln. Sie hat außerdem öffentliche Vorträge in Spanien und China gehalten.