ANOMALIA

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Vom 19. bis 29. Oktober 2021 präsentiert Somos die Gruppenausstellung „ANOMALIA“ mit Fotografie von Kaija Scheuerman und Ana Bathe sowie Aquarellmalerei von Manh Hung Nguyen.

Die teilnehmenden Künstler/innen thematisieren trans-menschliche und trans-spezifische Sujets, die zwar fantastisch erscheinen, aber dennoch zeitgenössische philosophische, wissenschaftliche und ethische Gedanken widerspiegeln. Die präsentierten Werke vereint, wie sie die archetypischen Bildvorstellungen des Grotesken, des Hybriden und des Abweichenden neu interpretieren und eine positive, integrative und ermächtigende Interpretation klassischer Erzählungen liefern.

Die amerikanische bildende Künstlerin Kaija Scheuerman interpretiert in ihrer Fotografie häufig historische malerische Motive neu und beschäftigt sich aktuell mit dem Thema Metamorphose. Unter dem Titel „Mutations“ erkundet Scheuermans jüngste Serie, die während ihres Künstleraufenthalts bei SomoS entstand, den Bereich zwischen dem Grotesken und dem Schönen, dem Menschlichen und dem Andersartigen und zelebriert ein neues faszinierendes und unheimliches Zwischenreich. Mythisch und politisch zugleich formuliert Ana Bathe in ihrer Fotoserie „Portals“ eine Sichtweise auf körperliche Transformation und Hybridität, die Geschlecht und Spezies, Vergangenheit und Zukunft, Fantasie und Realität transzendiert, indem sie den Verschmelzungspunkt der Geschlechter
ins Auge fasst und die Grenzen zwischen männlich und weiblich verwischt, um einen Dialog über Körperpolitik, Zensur und die Rolle des Genders anzustoßen. Der französische Maler Manh Hung Nguyen lädt uns ein, den Körper auf magische Weise zu betrachten. Er schildert die Erotik als ein fast alchemistisches Wunderspiel und stellt die rätselhafte Spiegelung und Verschmelzung dar, die Teil der sexuellen Anziehung sind. Seine Darstellung der chimärenhaften Hybridität schöpft sowohl aus den Nacktbildern, die ihm die Leute auf Instagram schicken, als auch aus der klassischen Mythologie. Im Mittelpunkt steht dabei immer wieder Nguyens Lieblingsthema, die Suche nach dem Seelenverwandten, das ständige Streben, mit seiner anderen Hälfte zu verschmelzen.

Über die teilnehmenden Künstler/innen:
Kaija Scheuerman (geboren 1999 in Colorado) hat im Mai 2021 ihren BFA in Fine Art Photography am Savannah College of Art and Design (SCAD) absolviert. Während ihres Studiums nahm sie an internationalen Austauschprogrammen an der SCAD Lacoste, Frankreich und der SCAD Hong Kong teil. Die in Colorado lebende Künstlerin hat ihre Arbeiten in der Einzelausstellung Vanitas (Magacin Cultural Centre, Belgrad, Serbien, 2021) und in Gruppenausstellungen am SCAD, Lacoste, Frankreich, 2019, und SCAD, Hongkong, 2018, präsentiert. Nach ihrer Residenz bei SomoS wird sie an der Residenz The Old School Arthouse in Hrisey, Island,
teilnehmen.
Ana Bathe (1987 in Belgrad geboren) ist eine multidisziplinäre, autodidaktische Künstlerin, die derzeit in Berlin als Resident Artist in Die Fabrik lebt und arbeitet. Indem sie sich von verschiedenen Kunstformen inspirieren lässt und in ihrer Arbeit nicht nur die Rolle des Subjekts übernimmt, sondern auch Fotografie, Malerei,
Bildhauerei, Bühnen- und Kostümentwurf selbst ausführt, ist die Künstlerin in der Lage, Werke zu schaffen, die ihren Denkweisen eine visuelle Verkörperung geben. Ihre Kunst wurde bereits europaweit veröffentlicht und ausgestellt.
Manh Hung Nguyen (geboren 1970 in Saigon) absolvierte sein Modedesignstudium an der Duperré-Schule in Paris. Er ist Autodidakt und konzentriert sich in seiner Praxis auf Aquarelle, Feder- und Tuschezeichnungen. In der Überzeugung, dass Kunst ein Vehikel für Emotionen sein sollte, vermittelt er eine direkte und spontane
Sichtweise auf das Thema des menschlichen Körpers. Er lebt derzeit in Paris und engagiert sich in einem Projekt, das älteren Menschen kreative Aktivitäten anbietet.

Kontaktdaten:
ANOMALIA – Gruppenausstellung zu trans-humanen und artübergreifenden Themen
19. – 29. Oktober 2021, Dienstag – Samstag, 14h – 19h
SomoS, Kottbusser Damm 95, 1.0G, 10967 Berlin (U8 – Schönleinstraße)

Eintritt frei

ANOMALIA


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Firmenportrait:
SomoS Berlin steht als Nachfolger des Kunstraum Richard Sorges in seiner Absicht, einen Raum zur Präsentation und auch zur Gestaltung von Kunst anzubieten. In enger Abstimmung mit Künstlern, Gruppen und Kuratoren wurde neben eigenen Ausstellungen und Kunst-Veranstaltungen ein offener Rahmen geschaffen, der als eine Plattform für neue künstlerische Konzepte und Kooperationen dient.

SomoS‘ Mission ist es, einen internationalen offenen Rahmen für innovative Kunst, kuratorische Projekte, Bildung und kreative Zusammenarbeit zu schaffen. SomoS‘ nichtkommerzielle Ausstellungen basieren auf Ausschreibungen und kuratorische / künstlerische Vorschläge, und werden von Art Councils, Universitäten, Philanthropen, Förderern, Freiwilligen, Praktikanten und Mitarbeitern unterstützt. Die von SomoS angebotene Ausstellungen, Performances, Seminare und Künstlergespräche sind für die Öffentlichkeit kostenlos und zielen darauf ab, Interesse, Diskussion, und Zusammenarbeit zu fördern, indem sie das einzigartige positive Vereinigungspotential der Kunst aktivieren.

SomoS sieht sich als Inspirationsquelle, die selbst die Innovationen und Strömungen in seinem Umfeld reflektiert und ihnen einen professionellen Rahmen bietet.