Literatur

“Der Unknall” ab jetzt bei Schwarzer Flamingo erhĂ€ltlich

Psychologischer Horror in einer herausfordernden, arktischen Leere

(Fulda, 27.01.2022) Wie schafft es ein Leser, seitenweise von Beschreibungen um einen weißen Schneesturm gefesselt zu bleiben? Diese Herausforderung hat Alexandra Svenja Meyer in ihrem neuen Roman “Der Unknall” mit einen ĂŒberraschenden Spannungsbogen beantwortet.

Erschienen ist ihr erster Roman zum 06.01.2022 auch wenn sie ĂŒber den Shop bereits Wochen zuvor den Vorverkauf startete und nach eigenen Angaben bereits KĂ€ufer gefunden hat. Auf der Plattform Instagram, auf der sie nun auch aktiv ihr Buch vermarktet und mit ihrer Community interagiert, veröffentlichte sie am Tag der Buchpublikation, das Buch sei “bereits hoch angefragt” und sie “werde im Versand ordentlich zu schuften haben”. Nach zwei Wochen kamen auch die ersten Bewertungen auf der Produktseite ihrer Verlagsseite Schwarzer Flamingo, welche sie ebenfalls wie das Buch selbst verwirklicht hat und verwaltet.

Laut der Produktseite und dem Klapptext handelt es sich bei “Der Unknall” um einen Kurzroman der Gattung psychologischer Kammerspiele und lĂ€sst sich detaillierter betrachtet in eine Form von Cosmic Horror eingliedern. Dabei handelt es sich um eine spezielle Form von Angstspannung, wie sie vom westlichen Autoren-Urvater H. P. Lovecraft und dessen AnhĂ€ngern geprĂ€gt wurde. Alexandra Svenja Meyer benutzt eine gewisse Mystik, die der RealitĂ€t zu nah und zu verwandt scheint, als dass sie zunĂ€chst wie Cosmic Horror erscheint. In der Handlung des Buches wechseln WahnzustĂ€nde mit RĂŒckblendung und mĂŒnden ĂŒber zu fantastischen Begegnungen, sodass der Leser mit in die Furcht des einsamen Protagonisten eintaucht, der sich buchstĂ€blich im ewigen Eis verlĂ€uft.

So chaotisch die Wanderung durch das Buch abzulaufen scheint, der Lesefluss ist dabei keineswegs gestört, es lĂ€dt eher dazu ein, das Buch anders zu durchsehen. Eine Leserin berichteten in ihren Kommentaren, sie sei “von der ersten Seite an gepackt und” sie “wurde laufend dazu animiert, Vermutungen anzustellen wo sich der Protagonist befindet und was ihm zugestoßen ist.” Am Schluss sei sie dann noch einmal vollkommen ĂŒberrascht worden. Auch andere Leser berichten von dieser Sensation, der Auflösung, wie sie sich fast in meditativen Lesen erfĂ€hrt; ein Motiv, das Alexandra Svenja Meyer bereits in anderen Veröffentlichungen nutzte. Ihr geht es dabei darum, mit möglichst viel poetischer Verzauberung die Leser in eine bildgewaltige Vorstellung zu fesseln. Auf ihrem Blog Schwarzer Flamingo veröffentlichte sie dazu ihr Manifest des Projekts “Initiative gegen sprachliche Verrohung”, in diesem erkĂ€rt sie, “Trotz des Potentials also, welches dem Begriffsbrocken inneschlĂ€ft, trauen sich verrohte und verzogene Zungen nicht an seine sandige Kruste, die auf feinem Film bloß von besagtem Aufbrechen trĂ€umt. Um diesem Prozess entgegenzuwirken, setzt Projekt SF auf weitrĂ€umige Deutungsmuster, die poetisch und gefĂŒhlvoll so ĂŒberladend wirken, dass sie im Unterbewussten bestimmbare, aber nicht erlesbare Bilder aneinanderreihen und mehr eine tiefgreifende Erkenntnis ergeben als das eigentlich Gelesene. Leser:innen werden, anders als bei portionierten und leicht bekömmlichen Werken, nicht geschmacklich stimuliert, sondern mit Geröll ĂŒberladen, sodass zum Ersten des Verstandes Kiefer eigenstĂ€ndig, ohne andersweitig gewaltsame Einwirkung erlahmt und zum Kauen gezwungen angeregt isst.”

Der Unknall wird demnach sowohl von Alexandra Svenja Meyer als auch von ihrer Community als RĂ€tselwerk bezeichnet und bietet neben der Genrevielfalt darum Grund fĂŒr Leser unterschiedlicher Interessen, ihr Buch genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit etwa 150 Seiten ist es auch eine ĂŒberschaubare LesegrĂ¶ĂŸe und fĂŒr geĂŒbte Leser ein Wochenendssnack, der jedoch in seiner tiefgrĂŒndigen Fassung lange zu verdauen bleibt, ein Gourmet-Roman also – fĂŒr Genießer, die vor Kammerspielen und kosmischen Horror nicht zurĂŒckschrecken.

Eine Art Leseprobe aus dem Universum des Buches bietet sie auf dem Blog. Dabei handelt es sich um eine Kurzgeschichte ( Der Unknall: Das Boot), die exklusiv auf Schwarzer Flamingo erschienen ist und deren Handlung nicht direkt im Buch vorkommt. Sie soll neuen Lesern und Deutungsbegeisterten frisches Futter um den Leseschnabel werfen.

Verlag und Poesie Blog Schwarzer Flamingo besteht aus der KĂŒnstlerin Alexandra Svenja Meyer und ihrem Netzwerk. Auf der Website und am Standort in Offenbach am Main können Leser BĂŒcher kaufen und Merchandise fĂŒr ihre Spenden abholen. RegelmĂ€ĂŸig erscheinen neue Artikel, Kurzgeschichten, Gedichte und Studien zu den Erkenntnissen der KĂŒnstlerin. Der Poesie Blog umfasst bereits einige Artikel, die Leser in die Welt der KĂŒnstlerin einfassen konnten.

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