Ulrika Eller-Rüter: Die Gezeiten als ewiger Pendelschlag – Ein Teich vor dem Altar: Installation in der Namen-Jesu-Kirche in Bonnn
„Der rhythmische Wechsel der Gezeiten, das Auf- und Absteigen der Meere im sechsstündigen Rhythmus, umfasst als ewiger Pendelschlag den gesamten Globus und damit alle Menschen in Nord und Süd, Ost und West, unabhängig von jeglichen kulturellen Unterschieden.“ Ulrika Eller-Rüter, Künstlerin und Professorin
In vielen Religionen spielt Wasser mit seiner lebensspendenden Kraft und seiner zugleich vernichtenden Macht als Symbolträger eine zentrale Rolle.
Zeitlichkeit und Ewigkeit – versinnbildlicht durch das Auf und Ab der Tiden mit Ebbe und Flut als große Wasserbewegungen der Ozeane – bilden die thematische Grundlage der Ausstellung „Gezeiten“ von Ulrika Eller-Rüter, die bis zum 5. November 2026 in der Namen-Jesu-Kirche in Bonn zu sehen ist.
Präsentiert werden Installationen (u.a. ein Teich vor dem Altar), Salz- und Farbobjekte sowie großformatige Papierarbeiten.
Die Vernissage findet statt am Freitag, dem 18. September 2026, um 19.30 Uhr. Ort:
Namen-Jesu-Kirche, Bonngasse 8, 53111 Bonn.
Organisiert wird die Ausstellung von der in Bonn ansässigen Galerie Geißler Bentler.
Zeitlichkeit und Ewigkeit sind Themen, die in einem Kirchenraum latent anwesend sind. Die Reise in die jenseitige Welt wird auch in vielen Mythen, Märchen und Sagen mit dem Wasser in Verbindung gebracht, unter anderem als Schifffahrt über ein Gewässer.
Mit Installationen und großformatigen Malereien macht die Ausstellung im Kirchenraum elementare und ästhetische Dimensionen der „Gezeiten“ erlebbar. Direkt vor dem Altar wird ein echter, von lebendigem Grün umsäumter Teich platziert.
Die Farbe Grün stellt an sich schon in vielen verschiedenen Facetten eine Verbindung zwischen den Religionen her.
Damit schafft die Künstlerin einen Spannungsbogen vom Weihwasserbecken im Eingangsbereich mit dem christlich „ritualisierten“ heiligen Wasser bis zu dem interreligiösen grünen Wasserbecken im Altarbereich.
Foto: Work in Progress – v.l.: Ulrika Eller-Rüter und Jenny Geißler-Bentler; Rechte: Gale