Ausstellungen

Thomas Baumgärtel Niederrheintour 2026 – Große Eröffnung im Niederrheinischen Museum Kevelaer

Der Niederrhein wird 2026 zur lebendigen Bühne der Kunst: Thomas Baumgärtel, weltweit bekannt als der Bananensprayer, feiert das 40-jährige Jubiläum seiner Spraybanane mit einem gewaltigen Kunstprojekt. Unter dem Motto „Freiheit für die Kunst“ verwandelt der aus Rheinberg am Niederrhein stammende Künstler seine Heimatregion in eine einzigartige Ausstellungslandschaft und schafft damit eines der spektakulärsten Kulturereignisse des Jahres.

Der Auftakt der Tour findet mit einer Vernissage am Freitag, dem 8. Mai 2026, 19 Uhr, im Niederrheinischen Museum Kevelaer, Hauptstraße 18, 47623 Kevelaer statt und markiert den Start eines besonderen Ausstellungsformats: 40 Werkgruppen – 40 Orte – 40 Jahre Kunstgeschichte.

Im Niederrheinischen Museum in Kevelaer werden gleich zwei Werkgruppen von Thomas Baumgärtel präsentiert: „German Urban Pop Art“ und „Graue Bilder“.

Der von Baumgärtel geprägte Begriff „German Urban Pop Art“ definiert seine Kunst als die Verbindung von Street Art, politischer Intervention und popkultureller Bildsprache im deutschen Kontext. Für ihn ist es Kunst im öffentlichen Raum, die unmittelbar kommuniziert, provoziert und gesellschaftliche Machtstrukturen, Freiheit und Kulturpolitik kommentiert. Seine ikonische Banane steht dabei als Zeichen für Freiheit, subversive Kritik, künstlerische Unabhängigkeit und den Dialog zwischen Hochkultur und Straße.

Der Werkblock „Graue Bilder“ zeigt eine konsequent reduzierte, monochrom-graue Bildsprache, in der fotografische Vorlagen aus Stadt, Medien, Politik, Alltag und privatem Umfeld bewusst entleert und verfremdet werden. Durch das Übermalen in Grau nivelliert Baumgärtel Hierarchien von Bedeutung – Dom, Stadion, Demonstration, Strand, Porträt oder Interieur erscheinen gleichrangig als Fragmente einer kollektiven Bildwelt. Die Serie thematisiert Wahrnehmung, Erinnerung und Medienrealität und fungiert zugleich als kritischer Kommentar zur Reizüberflutung und zur Austauschbarkeit von Bildern im urbanen Raum.