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Gute Aussichten am Lago Maggiore

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Raus aus dem Wintergrau, neue Wege beschreiten, weite Horizonte wirken lassen. Das geht bestens am Lago Maggiore. Der See, der schon Ernest Hemingway, Hermann Hesse und viele andere Kulturschaffende in seinen Bann gezogen hat, bietet zu jeder Jahreszeit traumschöne Landschaften und Fernblicke vom Feinsten.

Vor den Drei- und Viertausendern in seiner Nachbarschaft wirkt der Sasso del Ferro wie ein Zwerg. Nur rund 1000 Meter ĂŒber Seehöhe erhebt sich der „Eisenstein“ am östlichen – dem lombardischen – Ufer des Lago Maggiore. Auf dem Gipfel des “Zwergs” aber bietet sich eine Szenerie zum Niederknien. Am Horizont die Gipfel der Tessiner und der Oberwalliser Alpen und das alles ĂŒberragende Monte Rosa-Massiv, das wie ein erhabener Koloss die italienisch-schweizerische Grenze markiert. Am Fuße der Berge, wie blaue Perlen in die Landschaft gestreut, kleinere und grĂ¶ĂŸere Seen und der Lago Maggiore mit den BorromĂ€ischen Inseln, die wie behĂ€bige Fregatten vor Anker zu liegen scheinen. An klaren Tagen – und die sind vor allem in den Wintermonaten zahlreich – empfiehlt sich der Sasso del Ferro als eine der besten Aussichtsterrassen weit und breit. Sie lĂ€sst sich zu Fuß oder mit dem Auto erreichen. Am schönsten ist es aber, sich von der „Funivia del Lago Maggiore“ sanft in GipfelnĂ€he befördern zu lassen. Rund 15 Minuten dauert die Fahrt, und mit jedem Höhenmeter, den sich die winzigen Kabinen von der Talstation in Laveno-Mombello entfernen, wird die Welt ein StĂŒck kleiner und grĂ¶ĂŸer zugleich.

Cadorna-Linie – MilitĂ€rgeschichte und Schweiz-Blick

PlĂ€ne, Italiens Nordgrenze mit einer militĂ€rischen Anlage zu sichern, um den jungen Nationalstaat vor Angriffen der Nachbarn zu schĂŒtzen, wurden schon Ende des 19. Jahrhunderts geschmiedet. Im Ersten Weltkrieg wurden sie umgesetzt. Italiens HeeresfĂŒhrung befĂŒrchtete, österreich-ungarische oder deutsche Truppen könnten von der Schweiz aus ins Land gelangen. Luigi Cadorna, Chef des Generalstabes, ließ hoch ĂŒber dem Lago Maggiore ein System aus Tunnels, GrĂ€ben und Beobachtungsposten anlegen. Tausende MĂ€nner und Frauen wurden fĂŒr den Bau herangezogen. Der befĂŒrchtete Angriff blieb indes aus. Heute ist die „Cadorna Linie“ nicht nur fĂŒr MilitĂ€rhistoriker interessant. Sie bietet sich fĂŒr Panorama-Wanderungen und Mountainbike-Touren an. Zu jeder Jahreszeit leicht begehbar ist die Strecke, die von der Passhöhe Il Colle am Rande des Val Grande-Nationalparks Richtung Monte Morissolo fĂŒhrt. Ein StĂŒck unterhalb des Gipfels liegt der Eingang zu den freizugĂ€nglichen Tunnels. Ihre Scharten eröffnen weite Blicke ĂŒber das Grenzland. Auf dem Gipfel des Monte Morissolo lĂ€sst sich beinahe der ganze Lago Maggiore vom schweizerischen Locarno bis zum SĂŒdufer ĂŒberblicken. Dreht man dem See den RĂŒcken zu, ziehen die Gipfel des Val Grande-Nationalparks staunende Augen in ihren Bann.

7-Seen-Blick auf dem Monte Mottarone

Zwischen Lago Maggiore und Ortasee erhebt sich der Monte Mottarone. Radsportfans ist er vielleicht als krĂ€ftezehrende Etappe beim Giro d’Italia ein Begriff. Seinen Charme entfaltet der Mottarone, wenn man auf seinem Gipfel in aller Ruhe das 360-Grand-Panorama bewundern kann. Lago Maggiore, Lago d’Orta und fĂŒnf weitere Seen liegen GipfelstĂŒrmern zu FĂŒĂŸen – und mehr noch, ein StĂŒck Norditalien, das sich vom Alpenrand bis in die Poebene hinein erstreckt. In den letzten Jahren hat sich der Mottarone zu einem regelrechten Mountainbiker-Paradies entwickelt. Über seine teils waldigen, teils baumlosen HĂ€nge verlaufen Parcours unterschiedlicher LĂ€nge und Schwierigkeitsgrade.

GlÀnzende Aussicht aus San Carlos Kopf

Auf einem HĂŒgel bei Arona thront eine aus Bronze- und Kupferplatten errichtete Kolossalstatue. Sie erinnert an Carlo Borromeo, den einstigen Erzbischof von Mailand. Borromeo hatte sich im 16. Jahrhundert als erbitterter Gegner der Protestanten, aber auch als fĂŒrsorglicher Helfer Pestkranker einen Namen gemacht. 1584, mit nur 46 Jahren, starb er selbst an der Pest und wurde schon wenige Jahre nach seinem Tod heiliggesprochen. Auf Betreiben seines Cousins und Amtsnachfolgers wurde 1624 mit dem Bau des begehbaren Denkmals begonnen, das den USA spĂ€ter als Vorbild fĂŒr die Freiheitsstatue diente. Samt Sockel ist „Sancarlone“, wie die Statue am Lago Maggiore von den Einheimischen genannt wird, 35 Meter hoch. Wer den Aufstieg ĂŒber Wendeltreppe und Leitern nicht scheut, wird in San Carlos Kopf mit betörender Aussicht belohnt.

Ein Ort, wie schwebend zwischen Felsen und See

Die Einsiedelei Santa Catarina del Sasso gehört zu den eindrucksvollsten Ausflugszielen am Lago Maggiore. Hier, wo sich eine steile Felsenwand ohne nennenswerten Uferstreifen in den See stĂŒrzt, soll sich im Mittelalter ein MailĂ€nder Kaufmann und Wucherer nach einem einschneidenden Erlebnis als Eremit in eine Grotte zurĂŒckgezogen haben, um fortan ein gottgefĂ€lliges Leben zu fĂŒhren. Neben der Grotte wurde spĂ€ter ein Kloster errichtet. Die anmutige Kirche und die NebengebĂ€ude scheinen sich förmlich an den Felsen zu klammern. Am lombardischen Ufer, zwischen Arona und Laveno gelegen, lĂ€sst sich der Ort mit dem Auto erreichen. Seine ganze Schönheit offenbart er aber nur, wenn man am gegenĂŒberliegenden, piemontesischen Ufer in ein Ausflugsschiff steigt und sich auf dem Wasserweg nĂ€hert. Vom See aus erscheint Santa Catarina als beinahe unwirklicher Ort, der zwischen Felsen und Wasser schwebt.

Bild: R. Maggioni

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