Von Absperrband, Silverhead-TV und müden Bärenbeinen: Tag 2 – Open Flair 2016

IMG_3045Ein wenig gerädert öffnen sich unsere Sehorgane. Zum Glück auch in kürze die Türen des Hotels in dem wir ab jetzt nächtigen werden. Eine Dusche und ein weiches, warmes Bett braucht man als Mittvierziger schon um bei Kräften zu bleiben. Die traditionelle und mittlerweile schon Kultstatus innehabende Eröffnungsshow im E-Werk beginnt um 14:00 Uhr. Pflichttermin für uns aber anscheinend nicht für Moppel. Moppel, eine wortgewandte, festivalerprobte aber noch vom Vortag leicht geschwächte Dame um die Dreißig, und uns bestens vom letzten Jahr bekannt wird kurzerhand einfach mitgenommen. Diese Show muss man einfach mögen. Wie üblich führen Felix Römer und Dominique Macri chramant und witzig durchs IMG_3014Programm. Organisatoren kommen genauso zu Wort wie etliche Poetry Slammer und Kultmucker. Besonders Sebastian 23 bleibt uns mit seinen deftigen Slams im Gedachtnis. „Halt`s Maul!“ sag ich nur! Ein Vorgeschmack auf das was kommt. Der jährliche Schnitt von Alexander Feiertag durch das Absperrband und die somit offizielle Eröffnung des Flairs beenden diesen genialen Part im E-Werk. Ein Besuch in Helmuts Hinterhofbar stillt unseren aufkommenden Durst. Herllich wieder hier zu sein! Am Abend wirbeln die Killerpilze über die Seebühne. Eine Band IMG_3051die einen enormen Wandel vollzogen hat – von Teenie-Punks zu echten Rockmusikern. Gefällt mir! Das Pack und Le Fly im Anschluss lassen die noch einzige Bühne auf diesem Fesival echt vibrieren. Coole Partymusik für nimmersatte Dauertänzer. Wir streicheln noch schnell das Horn eines überrascht dreinschauenden Einhorns und versuchen einem Bären aufzuhelfen, der aber irgendwie dann doch liegen bleiben will. Eine Bratwurst zum Abschluss muss schon sein. Am Tisch kommen wir mit zwei älteren Damen ins Gespräch, die sich wie sie sagen jedes Jahr aufs Open Flair freuen. Ein Blick aus Ihrem Altersheimfenster wäre besser als Fernsehen. Recht haben sie! Die Wurst ist besser als der Döner von gestern. Endlich mal genug Fleisch und Kraft für die nächsten Tage zu tanken. Vorbei an der neuen Chillout-Lounge mit ihren   heiss begehrten Shishas, Hängematten und Handy-Ladestationen, sowie dem wunderbar beleuchteten Wasserwerk lassen uns langsam endgültig runterfahren. Morgen mehr…

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