Mit Tradition zum Genuß – Das Restaurant Knochenmühle in Göttingen

Wir wollen ein Urgestein der Göttinger Gaststätten besuchen. Die Knochenmühle in Göttingen lockt mit einer ausgewogenen Speisekarte in geschichtsträchtigem Ambiente. Schon mein Großvater erzählte mir von dieser Institution, die seit geraumer Zeit als Speiselokal ausgewiesen ist und seit 2015 unter der Leitung von Restaurantfachfrau Marlen Kerber zu neuem Glanz erweckt wurde.

Es ist seit meiner Kindheit immer etwas besonderes dieses historische Ausflugslokal am Rande der Stadt, mit seinem Biergarten unter der großen Linde zu besuchen. Schon als Kind habe ich hier mit meinen Eltern gespeist und mein Großvater selbst erzählte mir, dass er als Fuhrmann öfter die Mühle, in der Knochenmehl zur Seifenherstellung gemahlen wurde ansteuerte. Heute sollen diese Erinnerungen mit einer neuen Erfahrung verknüpft werden. Wir möchten erfahren was das Restaurant im Jetzt ausmacht und fahren auf den Parkplatz der Lokalität direkt an der B27. Schon der Blick von Außen durch das Fenster lässt Begeisterung in uns aufkommen. Über eine herbstlich geschmückte Fensterbank schauen wir in ein optisch sehr anprechenden Gastraum. Die einstige dunkle Einrichtung der Vorbesitzer ist einer hellen, klaren, nicht überladenen Linie gewichen, die unheimlich einladend und professionell wirkt. Wir beziehen unsere Plätze und fühlen uns gleich wohl. Die freundliche Servicekraft ist sofort zu Stelle und stellt uns per Speisekarte vor die Qual der Wahl. Wie wir erfahren ist das Restaurant inklusiv, das heißt, es werden Mitarbeiter mit Behinderung beschäftigt, die sonst nur schwer einen Platz auf dem ersten Arbeitsmarkt fänden. Tolles Konzept. Ebenso die Auswahl an Gerichten. Hier wird von herzhaft bis vegan einiges an Leckereien geboten. Wir müssen uns entscheiden und bestellen als Vorspeise „Carpaccio von Rote Bete mit Rucola und gratiniertem Ziegenkäse“. Obwohl ich dem Geschmack von echtem Ziegenkäse immer ein wenig skeptisch gegenüberstehe, läuft mir bei dieser Kreation regelrecht das Wasser im Mund zusammen. Unsere Augen touchieren beim Warten auf den Hauptgang die alten Fotos des Gebäudes an den Wänden. Mir schiessen gleich wieder Opas Erinnerungen durch den Kopf und sind Thema bis uns die satt gefüllten Teller des nächsten Gangs erreichen. „Hühnerbrust mit Kürbis-Pilz-Füllung im Wirsingmantel“ und „Wildragout mit Waldpilzen Rotkohl und Kartoffelklößen“ sehen icht nur lecker aus, sondern erfreuen unsere Gaumen maximal. Schmackhaft zusammengestellt und wirklich reichlich, überzeugt das Essen auf voller Linie. Die Anwesenheit eines Hundes am Nachbartisch macht deutlich hier sind die Vierbeiner gern gesehene Gäste. Ein schöner Fakt wie wir finden und eine gute Info für unseren nächsten Besuch, bei dem dann auch Dackel Charly mit von der Partie sein wird. Eine kleine Verschnaufspause bis zum Nachtisch gibt Zeit. Zeit um zu erfahren, dass die Knochenmühle um 1839 zunächst unter dem Namen „Neues Haus an der Lutter“ geführt wurde, um 1900 als Hotel aufgestockt wurde und heute mit seinen 75 Sitzplätzen, sowie drei zusammenhängenden Räumen viel Platz für eine Familienfeier, Konfirmation, Einschulung oder einen Geburtstag bietet. In Kombination mit dem herrlichen Biergarten auf Garantie eine runde Sache.
Reicher und diskutierend um das Wissen vielleicht auch für uns die Knochenmühle als Location für zuküntfige Events zu buchen, findet der Nachtisch den Weg zu uns. „Mousse au Chocolat“ und eine „Pflaumen-Mandel-Schichtspeise“ runden diesen wunderbar lukullischen Abend in der einstigen Mühle perfekt ab. Das Konzept vom klassichen Restaurant für Dinner-Liebhaber mit Mittagstisch und saisonalen Gerichten geht unserer Meinung nach voll auf. Hier findet jeder etwas, der gut speisen und sich wohlfühlen möchte. Chapeau, Knochenmühle!

Mehr Infos unter: http://www.restaurant-knochenmuehle.de/

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