Echte Wohlfühl-Oasen inmitten des Filial-Einheitsbreis – Die Cafés „Gott sei Dank“ und „Herzallerliebst“

IMG_4361Der wunderbare Harz hat ja bekannterweise einiges zu bieten. Wir fahren auf unserer Wochenendtour durch Scharzfeld, einem Dorf im Harzer-Vorland, das durch die Einhornhöhle über einen natürlichen und besuchenswerten Touristenmagneten verfügt. Unsere Fahrt durch den Ort wird schon nach kurzer Zeit unterbrochen. Scharfen Blickes für alles Kreative und Besondere haben wir die auffällig geschmackvolle Aussendeko des Cafés „Gott sei Dank“ entdeckt. Die Lust auf ein Frühstück und die Neugier auf die Innenräume ziehen uns wie am Schnürchen gezogen in die Räumlichkeiten von Petra Aderhold. Als wir IMG_4319_Fotordie Tür öffnen erwärmt das Ambiente sofort unsere Herzen. Hier wurde mit viel Hingabe und Herzblut etwas geschaffen, was seinesgleichen sucht. Liebevoll eingerichtet und dekoriert im nordischen Stil, mit original Kücheninventar aus alter Zeit, angereichert mit neueren Accessoires die harmonischer nicht zusammengestellt hätten werden können. Petra erzählt sie hätte schon immer ein Faible für alte Dinge gehabt und es gäbe kaum einen Flohmarkt oder Sperrmüllhaufen an dem sie einfach vorbeifahren kann. So sieht eben echte Passion aus. Wir gönnen uns ein ausgiebiges und äußerst leckeres Frühstück mit regionalen Köstlichkeiten in der Teestube. Man kommt kaum zum Essen, weil die Blicke ständig durch die Räume wandern. Wer etwas mit Begriffen wie „Shabby“ oder „Vintage“ anfangen kann und diese Art der Einrichtung liebt, IMG_4331kommt voll auf seine Kosten. Der Nachbarraum erinnert an eine weihnachtliche Stube aus einer Astrid Lindgren Erzählung. Wem hier nicht bei Farbgebung und Raumkomposition wohlig wird, der hat das Wort „Gemütlichkeit“ wahrscheinlich nie in seinem Wortschatz gehabt. Es ist eine einzige herzerwärmende Entdeckungstour, die den Besucher hier erwartet. In Kürze wird im Obergeschoss auch eine Ferienwohnung fertiggestellt – Perfekt um das Ambiente auch über einen längeren Zeitraum zu geniessen. Ach, und wer verständlicherweise vom „Gott sei Dank“ – Frühstück nicht genug bekommen kann, sollte sich die Gaumenfreuden aus dem kleinen Laden nebenan gleich mitnehmen.

IMG_4432Bevor wir dieses wunderschöne Café velassen gibt Petra uns den Tipp bei ihrer Schwester in Barbis vorbeizuschauen. Mit dem Pendant „Herzallerliebst“ betreibe diese eine zweite Lokalität mit Kultcharakter. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und machen uns auf den Weg. Ein paar Minuten später sind wir im Nachbarort und stehen auf dem Hof von Sabine. Das grosse Staunen geht weiter. Die kreative Ader scheint familiär bedingt zu sein. Auch hier finden wir etwas vor, was man inmitten der Großbäckerei-Filialen am Wegesrand wohl kaum vermutet hätte. Man fühlt sich wie auch im „Gott sei Dank“ in ein IMG_4374Wohn-Trendmagazin gebeamt. Einfach nur einladend, weil herzlich, authentisch und warm eingerichet dieses Café. Sabine versteht es Stimmung durch das geschriebene Wort zu entfachen. Beschriftete Tafeln mit Geschichten und kleinen Weisheiten entschleunigen und lassen den stressigen Alltag draussen. Was Sabine in mühevoller Arbeit erstellt kann auch meist käuflich erworben werden. Der Hofladen ergänzt das Angebot, so dass man eine Vielzahl dieser kleinen Wohnträume mit ins eigene Heim nehmen kann. Interessant auch die Idee das Privat-Wohnzimmer in das Gesamtkonzept mit einzubeziehen. Mehr sein an dieser Stelle nicht gesagt, sondern sollte selbst erlebt werden.

Der Kunstmelder Tipp: Zum Frühstück nach Scharzfeld und zum Kaffee bei einem Stück Kuchen nach Barbis (Reservierung wäre von Vorteil)

 

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